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ist dieselbe, z. B. auf Knochenstürken nordischen Fundes gewöhnlich.
Pflanzliche Gebilde, sagt Sacken, kommen gar nicht vor, was auch
Wilson, Lubbock, Trojon als charakteristisch betonten. Das Letztere
allein ist in der That genügend, um die Verkehrtheit der Annahme
zu zeigen, die Masse der nordischen Bronzearbeiten seien
in ihrer Gesammtheit phönicischen •) oder auch etruskischen -)
Ursprungs. Als eine die Regel des Fehlens von Pflanzenformen, wie
wir sahen, nicht erschütternde Ausnahme fanden wir auf jene altgriechischen
Vasen ganz vereinzelt, dann aber ganz primitiv und zum
Unterschiede von orientalischen Formen ohne deren Stilisirung nachgebildete
Zweige mit Blättern; ganz ebenso ausnahmsweise und dann
in derselben primitiven Gestalt finden diese sich auch auf einzelnen
nordischen Fundstücken, z. B. der hei Wangen im Bodensee mit Gegenständen
sogar der Steinzeit gefundenen Vase (Troyon habitations
lacustres. Lausanne 1860. pl. VII, 35. S. 42). Merkwürdig auch im
Gegenstände zusammentreffend sind, wie Sacken mir noch besonders
bemerkt, die symmetrisch einander ■gegenübergestellten zwei Pferde
mit einer Krippe auf zwei der griechischen Gelasse und in einer
Bronze des für unser ganzes Thema mir sehr lehrreich gewordenen
Hallstädter Fundes 3 ); ferner beruht auf demselben grossen Zusammenhänge
das Vorkommen des Pferdes mit dem Vogel im leeren Raume
drüber auf den griechischen Vasen und wieder auf einem gallischen
Ziegelstempel*), womit auch die Häufigkeit desselben Typus auf
gallischen Münzen zusammenhängt. Wir gehen weiter und finden,
*) So wollte Nilsson (die Ureinwohner des skandinav. Nordens. Aus dem Schwedischen.
Hamburg. 2. Ausgabe. 1866.) glauben machen, so spinnt Rougemont den Faden
weiter (die Bronzezeit oder die Semiten im Occident. Übersetzt von Keerl.
Gütersloh 1869.), dazu sagte u. A. Petersen ja (Gött. geh Anz. 1866, S. 961 ff.).
An Protesten hat es nicht gefehlt; treffend ist der von John Lubbock (pre-historic
times. London 186ö. S. 49), besonnen sind die Entgegnungen von Wibel (die
Kultur der Bronzezeit Nord- und Mitteleuropas. Kiel 1866.)
2 J Lindenschmit die Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit. II, III zu Taf. 6 Beilage.
Auch hiergegen ist Wibel (a. a. 0.) völlig im Rechte, während Wiberg (der Einfluss
der classischen Völker auf den Norden. Deutsch von Mestorf. Hamburg 1867.)
zwar sich der Nilssonschen Phoinizier, nicht aber der von Lindenschmit etwas
zu sehr in dön Vordergrund gestellten Etrusker zu erwehren weis.
s ) Sacken das Grabfeld von Hallstadt. Wien 1868.
4 ) Revue archeol. N. S. XV. 1867. pl. I.