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C o n l e
diesen orientalisirenden Vasen berühren sich der Zeit nach die
hier besprochenen; schon die, wie oben gesagt, beiden gemeinsame,
später abkommende Technik und die übrige bis zu der bezeichneten
Grenze gehende Verwandschaft sprechen dafür. Es
kann aber weiter unbedenklich behauptet werden, dass die orientalisirenden
Vasen einer später auftretenden, die andere ältere allmälig
ganz verdrängenden Kunstweise angehören. Alles ist auf der
einen Seite alterthümlicher, die grössere Einfachheit, ja' Armuth der
Formensprache, das Fehlen des wichtigen ornamentalen Elementes
der Pflanzenform, die weit mangelhaftere Stilisirung der Thierformen.
Dazu tritt weiter bestätigend hinzu, dass wir den Übergang
der orientalisirenden Weise zu der noch späteren reinhellenischen Art
deutlich in zahlreichen Vasen verfolgen können. Ist dem so, so müssen
nothwendig auch Spuren eines Überganges aus der Kunstweise
unserer also allerältesten Vasen zu der der orientalisirenden sich auffinden
lassen. Sie lassen sich aufweisen. Man erkennt an einer Reihe
von bemalten Gefässen deutlich, wie das orientalisirende Element, das
in der That reichere und durchgebildetere, überwiegend wird, es werden
mit den schwungvoller behandelten und auch an sich phantastischeren
Thierkörpern, die gleich fertig und zwar ziemlich complicirt
ausgebildeten, aus dem alterworbenen Formenvorrathe des Orients
übernommenen Pflanzenornamente vorherrschend, aber daneben
werden die alten Zickzacke, Mäander, concentrischen Kreise und rautenförmigen
Gebilde, wie schon berührt wurde, nicht gleich aufgegeben;
zur Füllung des Grundes eignen sie sich auch nach der
neuen Weise noch immer sehr wohl. So sind sie hin und wieder,
sogar da noch, wenn auch nur spärlicher, eingemischt vorhanden,
wo unter den orientalisirenden Pflanzen- und Thierformen ein ganz
neues, das hellenische Element in Menschenbildern, mythischen Scenen
sich Bahn bricht. Wir können hierfür besonders einzelne grosse
auf Melos gefundene Thongefässe anführen. Da sind erste Anfangsversuche
in menschlichen Figuren hellenische Götter- und Heroengestalten
zu zeichnen, die ganze weitere Einkleidung ist orientalisirend,
die Flügelrösse, die Pflanzenornamente; dazwischen treten
aber noch in grosser Ausdehnung die gehäuften Zickzacklinien der
ältesten, sonst hier schon weit zurückliegenden Decoration auf. Dass
diese melischen Gefässe gegenüber der grossen Menge orientalisirender
Vasen, wie der Dodwellschen etwas Eigenthümliches hatten,