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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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C  o  n  z  e

Michaelis  schon  früher  publicirt  (Conze  inelische  Thongefässe.
Leipzig  1802.  S.  VII  Vign.).  Audi  hier  gehen  die  parallelen  horizontalen ­
  Streifen  rings  um  das  Gefäss,  die  weitere  Verzierung  i)
ist  dagegen  auf  die  Vorderseite  beschränkt.  Ich  möchte  vermuthen,
dass  auf  dem  hier  viermal  wiederholten  Ornamentsreifen  der  verbundenen ­
  Kreise  die  verbindenden  schrägen  Linien  am  Originale ­
  nicht  ganz  so  geschwungen  wie  in  der  Zeichnung  sind.  So  ist
wenigstens  die  sonst  auf  Gefassen  dieser  Classe  constanteForm  dieses
Ornamentes.  Dieses  Kopenhagener  Exemplar  stammt  aus  Thera,  kam
nach  Kopenhagen  durch  L.  Ross.  Taf.  IX,  2  nach  Conze  a.  a.  0.
Das  beste  Exemplar  wiederum  derselben  Vasenclasse,  welches
mir  in  einer  deutschen  Sammlung  vorgekommen  ist,  besitzt  die  Universitätssammlung ­
  zu  Würzburg 2 );  es  stammt  aus  der
Faberschen  Sammlung  und  zwar  angeblich  aus  dem  Piraeeus.  Es  ist
wieder  einer  jener  Untersätze,  die  wir  bereits  aus  dem  brittischen
Museum,  aus  dem  Louvre  und  aus  Sevres  kennen.  Taf.  VII,  2  nach
dem  Originale,  welches  Urlichs  mir  zur  Verfügung  zu  stellen  die
Güte  hatte.
Ein  Fragment  einer  gleichartigen  Vase  liegt  unter  den  Antikaglien
  des  Universitätsmuseums  zu  Heidelberg.  Aufgemalt
ist  ein  Pferd,  über  demselben  zwei  Vögel  und  vor  demselben  glaube
ich  noch  ein  kleineres  Thier;  auch  ein  Überrest  der  horizontalen  einrahmenden ­
  Striche  zu  beiden  Seiten  ist  noch  erhalten.
Andere  gleichartige  Fragmente  linden  sich  abgebildet  beiSeroux
d'Agincourt  recueil  de  fragmens  de  sculpture  antique  en  terre  cuite
pl.  XXIII,  n.  VII,  bei  Burgon  a.  a.  0.,  hei  Raoul-Rochette  mein,
d’archeologie  comparee  in  den  Mem.  de  l’institut  national  de  France,
acad.  des  inscr.  et  belles-lettres  XVII,  2.  1848.  Taf.  IX.  1.  l a .  9.
danach  bei  Semper  der  Stil  in  den  technischen  und  tektonischen
Künsten  (Frankfurt  1860)  I,  S.  440.  Diese  sind  zum  Theil  auf  dem
Boden  von  Mykenai  gefunden,  wo  jeder  Reisende  Gelegenheit  hat,
das  Vorkommen  solcher  Fragmente  zu  beobachten.  Ähnliche  Vasen

*)  Über  die  „grosse  Rosette“  verspricht  Wieseler  eine  Abhandlung.  Gött.  gel.  Anz.
1863,  S.  1945.
2 )  Urlichs  Verzeichniss.  der  Antikensaramlung  der  Univ.  Würzburg.  W.  1865.  S.  57.
n.  153.  257.
            
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