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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Über  das  Spielmannsgedicht  von  St.  Oswald.

469

Die  gleich  sich  anschliessenden  vier  Verse  1771—1774  lassen
sich  mit  einer  leichten  Änderung  ebenfalls  in  der  fünfzeiligen  Strophe
darstellen:
Do  diu  rede  dö  was  geschehen
Aber  hegende  der  engel  jehen  :
Lieber  rabe  (nü)  lä  (den)  dinen  zorn
Unde  kum  ze  helfe
Dinem  vürsten  höehgeborn.
V.  1849  —1856  bilden  zwei  Absätze  zu  je  vier  Zeilen:
Zwar  ich  muoz  in  der  wärheit  jehen
Iwern  raben  den  hän  ich  hie  gesehen.
Er  ist  her  ze  lande  komen.
Al  unser  trüren
Hat  ein  ende  genomen.
Dö  diu  rede  dö  vol  geschach
Sant  Oswalt  lachet  unde  sprach:
Und  ist  er  komen  uz  Engellant
Drizee  marc  goldes
Daz  gib  ich  dir  a/zehant.
In  Vers  1851  habe  ich  zwäre  gestrichen,  das  aus  1849  ohnehin ­
  wiederholt  ist,  für  1854  begunde  lachen  das  einfache  Praeteritum
hergestellt.  Dass  späte  Handschriften  das  Praeteritum  mit  beginnen
zu  umschreiben  pflegen  ist  schon  aus  Erec  Vers  22  bekannt.
1899—1902  wieder  ein  Gesätz  von  vier  Versen:
Do  du  von  dem  lande  wsere  komen
Zehant  wart  mir  min  spise  genomen.
Si  pflegeten  wird  noch  ere
Sie  wänden  du  ksemest
Ze  lande  niemer  mere.
1975  —1980:  Wä  lieze  du  den  herren  dtn
Daz  sage  mir  lieber  rabe  min,
Wserlich  den  siehe  ich  also  rehte  gerne,
Daz  muoz  ich  dir  in  der  wärheit  verjehen.
Daz  er  ist  gewesen  also  lange.
            
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