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Strobl
In Vers 949 ist in dem vride, wenn man die vorhergehenden
Verse betrachtet, überflüssig, 951 und 952 entsprechen dem Sinne
nach den Versen 957 und 9S8, wie auch 955 und 956 nur eine
Wiederholung der vorhergehenden Verse sind. Es wird zu lesen sein:
Verliuset er daz leben sin
Daz stät vil übel den eren din.
Man sprichet du sist triuwelös
Und wirst auch niemer mere
Keines biderben mannes gnöz.
Du hast sin grüze schände
Swä du verst in dem lande.
Daz habe von miner lere
Du enkanst ze guoten dingen
Dich glichen niemer mere.
Einen ähnlichen Fall, wie wir zu 929 besprochen, bieten 1041
ff. Vorher geht ein Abschnitt von vier Versen, dann folgen:
Vil edeliu küniginne gemeit
Nü hau ich dir ez allez wol geseit,
Waz minem herren ist ze mnot.
Nü merke werdiu küniginne guot
1045 Und gip mir urloup halt von hinnen
Des bite ich dich vil edeliu küniginne.
V. 1044 hat fünf Hebungen, 1045 vier mit klingendem Schluss.
Und gip mir urloup balde war der Waise, er ward unter die Verse
gesetzt, deren Reime er trennte. Um ein Reimpaar zu erhalten, ist
noch ein Vers hinzugedichtet.
Nü gip mir urloup balde
Werdiu künniginne guot.
Ganz derselbe Fall 1069 ff., dem wieder vier Verse wie oben
voraufgehen.
An dem niunden morgen vruo
1070 Giene si dem raben wider zuo
Und stricte im under daz gevidere sin
Einen brief und ein guldin vingerlin
Mit einer sidinen snuore
Daz er ez über mer solte vüeren.