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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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P  f  i  t.  m  a  i  e  t

Lö-tscho  war  zwanzig  Jahre  alt.  Ihr  Leib  und  ihr  Aussehen
waren  ordentlich  und  regelmässig,  sie  besass  Eingezogenheit  und
festen  Willen.  Ihr  Geschlechtsname  ist  Tien.  Sie  ist  eine  Enkelin
Tien-sung’s,  eines  Eingebornen  von  Yii-yang  und  einstigen  Befehlshabers ­
  von  Siiin-I  zu  den  Zeiten  der  Wei.  Sung  besass  verborgene
Tugenden  und  liess  diese  nur  bis  zu  Lö-tschö  sich  erstrecken.

Tung-fung  führte  den  Jünglingsnamen  Kiiin-I  und  war  ein  Eingeborner
  von  Heu-kuan.  Zu  den  Zeiten  des  früheren  Vorgesetzten  von
U  lebte  ein  Jüngling,  der  in  dem  Districte  Fung's  die  Stelle  eines
Ältesten  bekleidete.  Fung  war  vierzig  Jahre  alt,  und  man  wusste
nicht,  dass  er  den  Weg  besitze.  Er  gab  sein  Amt  auf  und  entfernte  sich.
Nach  vierzig  Jahren  erschien  er  wieder.  Er  wurde  als  ein  Anderer
erkannt  und  übte  die  Beständigkeit  des  Weges.  Die  alten  Angestellten
und  die  Menschen  von  Heu-kuan  gingen  hin,  um  ihn  zu  sehen.  Das
Aussehen  Fung’s  war  das  nämliche  wie  in  vergangenen  Tagen.  Fung
wohnte  in  dem  Gebirge,  ohne  das  Feld  zu  bebauen.  Er  behandelte
die  Menschen  an  ihren  Krankheiten  und  empfing  auch  kein  Geld.  Die
Genesenen  erhielten  den  Auftrag,  fünf  Aprikosenbäume  zu  pflanzen.
Nach  einigen  Jahren  zählte  man  über  zehnmal  zehntausend  Bäume.
Er  hiess  die  Menschen  ein  Gelass  voll  Brodfrucht  nehmen.  Er  selbst
ging  hin  und  nahm  ein  Gefäss  voll  Aprikosen.  Er  tauschte  die  Aprikosen ­
  gegen  Brodfrucht  um.  Mit  dem  Ertrage  half  er  den  Armen  und
Dürftigen,  betheilte  die  Beisenden.  Was  er  nicht  anbrachte,  waren
jährlich  über  zweimal  zehntausend  Scheffel.  Er  löste  sich  mit  dem
Leichname  und  verschwand.
Das  Buch  des  Gebieters  von  dem  Geschlechte  Pei  sagt:
Die  mit  dem  Leichname  sich  lösenden  Unsterblichen  dürfen
nicht  lenken  das  blumige  Wagendach,  nicht  besteigen  den  fliegenden
Drachen,  nicht  ersteigen  die  grosse  Gipfelung,  nicht  lustwandeln  zu
den  neun  Palästen.  Diejenigen,  die  einfach  anwendenden  gekrümmten
frühen  Morgen,  das  (liegende  Beingoistige  und  als  Schwert  sich  lösen,
erlangen  die  gereihten  Darlegungen  der  acht  Ungeschmückten.  Die
nur  in  Empfang  nehmen  das  kostbare  Heiligthum  und  den  Wandel
nicht  ordnen,  lösen  sich  am  hellen  Tage  mit  dem  Leichname.  Diejenigen, ­
  welche  Wasser,  Feuer,  Kriegsnoth  und  Krankheit  erregen,
ferner  grosse  Schwerter,  Stöcke  von  Bambus  gebrauchen  und  durch
            
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