Armeniaca. II.
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neu-eranischen Idiomen erhaltenen Formen auf ganz andere Themen
als auf urupi-, raopi- hin. Das in (raopdis) steckende
Wort ist gewiss nichts anderes, als das neupersische (robah),
Pehlewi Dton (röbas), ossetisch Tag. pyöac, Dig. pyßac. *)
Wird aber diese Gleichung zugegeben, so ist das s (den modernen
Formen nach nothwendig ein palatales) zu Ende des Wortes
wurzelhaft und muss raopac- als Stamm im Altbaktrischen angenommen
werden. Ist nun dies richtig, so ist auch kein Hinderuiss
vorhanden, im Nominativ -*ö*ü>^> (urupis) den Stamm
”*e)>h (urupic-) vorauszusehen und die beiden Genitive im Vendid. XIII.
48 in (urupico) und (raopacd) zu emendiren.
Der Stamm urupic- entspricht vollkommen dem armenischen
uujnupu (apovis). — Nachdem diese beiden Formen auf ein älteres
<ilapic- zurückgehen, so liegt der Vergleich mit dem griechischen
dluTte-/.-, mit welchem das zweite armenische Thema Lurjnuhu (apoves)
vollkommen zusammenstimmt, auf der Hand. Die Urform dieser Bildungen
lautete wahrscheinlich alapak- und das co der griechischen
Form ist ein specifisch griechisches Erzeugniss.
Ist dies richtig, so sind die beiden Worte ■*o i ei>h (urupis) und
f-raopas) von einander verschieden und neupersisch
(robd/i) und armenisch ,uqn^u (apoves) wurden, obgleich beide
heutzutage den „Fuchs“ bezeichnen, ursprünglich nicht auf ein und
dasselbe Thier bezogen (vgl. Armeniaca. I. das über tym-qp und
lunfiLir Gesagte).
3. o(i (or).
Das armenische Wort a p (or) „Tag“ wird von Petermann
(Grammatica linguae armeniacae 1837, pag. 41) mit dem hebräischen
UN (or) und daneben auch mit dem sanskritischen aliar verglichen.
Abgesehen davon, dass sanskritisches aliar (alias, ahan), auf erä-•uschem
Boden azo, azan lautend, nimmermehr zu or werden kann, legt
der in den obliquen Casusformen hervortretende Stamm UMunup (avur)
') Auf raopac- g-eht die Pehlewi-Form (6 — altbaktr. ao) zurück, nicht auf urupis.
wie Justi (Bundehesh, Glossar p. li>8) behauptet.