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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Müller

wurde  jaa,  aus  eaja  dagegen  ea,  da  eaa  gegen  den  Genius  des  Alt—
slavischen  verstosst.
Wir  finden  daher  delaacliü,  pisaachü,  dejaacliü,  kupovaacliü  =
delajachü,  pisajachu,  dejajachü,  kupovajachüj  goreachü  —goreajachu;
  javljaachü  =  javljnjachü;  chvaljaachü  =  chaljajachü;
dagegen  pleteachu,  neseuc.hu,  grebßachu  —  pletajachü,  nesnjachü,
  grebajachü  ganz  nach  Analogie  der  armenischen  u,quyf,  und
“fahl"
Der  Unterschied  zwischen  der  armenischen,  litauischen  und  altslavischen
  Bildung  besteht  darin,  dass,  während  in  den  beiden  ersten
die  Form  unmittelbar  aus  dem  mittelst  ya  oder  a-ya  vom  Präsensstamme ­
  gebildeten  Tbema  hervorgeht,  in  der  slavischen  Bildung  eine
Zusammensetzung  mit  dem  Verbum  substantivum  stattfindet.  Es  verhält ­
  sich  demnach  lautlich  das  slavische  Imperfectum  zum
litauischen  Präteritum  ebenso,  wie  der  slavische  Aorist  zum  slavischen ­
  Präsens.  Das  armenische  Imperfectum  deckt  sich  formell  vollkommen ­
  mit  dem  litauischen  Präteritum  und  dürfte  auch  der  Bedeutung ­
  nach  von  demselben  ursprünglich  nicht  wesentlich  verschieden
gewesen  sein.

2.  iurjnu!~u  (apoves).
Das  armenische  Wort  lurjnL.  ku  (apoves)  „Fuchs“  im  Genitiv
(npoves-i)  und  ujrjnufiunt.  (apovis-u)  setzt  in  dieser  Hinsicht ­
  zwei  Stämme  voraus,  nämlich  den  Stamm  apavas-  und  den
Stamm  apavis-.  Der  erstere  steht  mit  dem  griechischen  dlemex-,
der  letztere  mit  dem  altbaktrischen  (urupie-)  in  voller  Übereinstimmung. ­
  Was  die  altbaktrische  Form  anbelangt,  so  kennen  wir
von  ihr  den  Nominativ,  welcher  mit  dem  Worte  -»ej”  (?pü)  verbunden ­
  wird  (Vendid.  V.  108,  109)  und  ■‘ö*<y>b  (urupis)  lautet  und  den
Genitiv  (Vendid.  XIII.  48),  welcher  von  Westergaard  in  der  Gestalt
(urupdis)  hergestellt  wird,  worauf  aber  die  Lesearten  der
verschiedenen  Handschriften  nicht  zu  führen  scheinen.  Denn,  .abgesehen ­
  von  der  höchst  sonderbaren  Genitivform  in  -Ais,  gegenüber
der  gewöhnlichen  in  -dis,  welche  sich  nur  auf  die  zwei  Fälle  ■*e““{»^
(urupäis)  und  (raopaisj  stützen  würde,  weisen  die  in  den
            
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