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Seine Familie liess ihn in einer prachtvollen Grabcapelle, die
sie ihm zu Ehren erbaut hatte, beisetzen und seinem Andenken einige
Inschriften widmen, welche sich bis auf den heutigen Tag erhalten
haben <). Die Grabcapelle erhob sich auf dem Coemeterium ad fontem
S. Petri: es war eine kleine Basilica, an der Tribüne der grossen
Kirche angebaut. Sie führte die Benennung T e m p 1 u m Prob i. Papst
Nicolaus V. liess im 15. Jahrhundert beim Beginn des Neubaues von
St. Peter, zur Anlage der jetzigen Tribüne in besagter Kirche, die
Grabcapelle abtragen, und den mit Basreliefs geschmückten Sarkophag
des Probus in das Seitenschiff der Kirche von St. Peter, in
die Capelle der Pieta bringen a).
Nicht nur seine Familie, sondern auch Provinzen, Städte, Genossenschaftenerrichteten
dem berühmten Manne, welchen christliche
und heidnische Schriftsteller in ihren Schriften priesen, als Zeichen
ihrer dankbaren Erinnerung und Verehrung Denksteine und Monumente.
Anicius Probus hatte von seiner Gemahlin Faltonia Pr oha
drei Söhne: Olybrius, Probinus und Probus. Diese sämmtlichen
Glieder der Familie unseres Anicius nehmen eine nicht unbedeutende
Stellung in der Geschichte ihres Hauses ein.
Faltonia Proba stammte aus dem Anicischen Zweige der
Olybrier oder Pincier, welche ausser dem Beinamen Hermogenes auch
die Benennung Faltonius führten 8 ). Ihr Vater war der im J. 351 als
Stadtpräfect und im J. 379 als Consul 4 ) vorkommende Olybrier Q.
Clodius Adelphius Hermogenianus; ihr väterlicher Oheim hiess Faltonius
Probus Alypius 5 ). Nach dem letztem führte sie ihre Namen
*) Baron, ann. eccl. ad a. 395. IV. p. 724. S. unten Anhang' n. 29 fll.
Abbildung des Sarkophags bei Baron, ad a. 395. p. 724. Vgl. Ciampini de sacris
aedificiis p. 94. Aringhi Roma subterranea, und Reumont Gesell, d. St. Rom.
I. S. 770, woselbst über den Sarkophag des Probus gehandelt ist. Gregorov.
Gesell, d. St. Rom I. S. 95. „Petronius Probus liess sich in jener von ihm erbauten
Capelle (templum Prohi) in einem Sarkophag beisetzen, der noch erhalten ist .
In der Note 2 dazu: „Maphaeus Vegius sah noch das templum Prohi, ehe es Nicolaus
V. niederreissen liess und rettete die Grabschriften des Probus und der Proba,
s. seine Hist. Bas. Ant. S. P. IV. 109. 110.“
3 ) Vgl. oben. S. 22.
4 ) Daher konnte in der Inschrift auf die Faltonia Proba (s. Anhang n. 3(5) gesagt
werden: consulis uxori, consulis filiae, consulum matri.
5 ) Vgl. Anh, n. 23. u. 24.