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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Die  Aiiicier  und  die  römische  Dichterin  Prob«.

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vor  dem  vierten  Jahrhundert  vor  und  zeigen  durch  ilire  Beinamen
Hermogenes,  Hermogenianus,  AIy  pius,  A  d  eI  phi  us  u.  s.  w.
dass  griechische  Familien  mit  ihnen  verschwägert  waren.  Weitere
Benennungen  der  Olybrier  sind  J  ulianus,  Turannius,  Faltonius.
  Mehrere  führen  auch  den  Namen  Clodius  oder  Claudius.
Aurelius  Hermogenes  war  309  Stadtpräfect,  und  um  dieselbe
Zeit  begegnet  uns  ein  Consularis  M.  Macrinius  Vindex  Hermogenianus;
ob  diese  zum  Anicischen  Geschlechte  gehörten,  ist  freilich  nicht  festgestellt; ­
  dagegen  gehört  zum  Olybrischeu  Zweig  der  Turannier,  von
welchen  schon  einer  als  Consul  im  J.  290  vorkommt,  Anicius  Jul  ia
  n  u  s  [Turannius],  der  322  <)  und  325  als  Consul,  325  als  Stadtpräfect
und  später  als  Comes  Orientis  erscheint 2 ).  Seine  Enkelin  war  wohl
die  Anieia  Juliana  Turannia,  welche  durch  Heirath  in  den  Petronisehen
Zweig  überging 3 ).
Das  bedeutendste  Mitglied  des  Olyhrisch-Anicischen  Zweiges  in
der  zweiten  Hälfte  des  vierten  Jahrhunderts  war  Q.  Clodius  Herrn ­
  ogeni  anus01  ybriu  s,  der  von  dem  gleichzeitigenPräfectusPraetorio
  (359)  Ol  yhrius  Hermogenes  Ponticus  zu  unterscheiden
ist 4 ).  Q.  Clodius  Hermogenianus  bekleidete  eine  Reihe  hoher  Staatsämter: ­
  er  war  Consular-Vorsteher  von  Campanien,  Proconsul  von
Afrika,  Stadtpräfect 5 ),  Präfectus  Praetorio  von  Illyricum  und
siedelten,  grosse  Besitzungen  erhielten.  Reines.  Syntagm.  p.  68.  Zosim.  hist.  II.  31:
(Kojvtjravrtvo?)  xara<7x£ua<7ac  otxi'ag  ria\  rwv  ex  tyjs  *yepou<7ta$  axoXoy-Svjffaffiv
  aürcb.  Zu  den  in  der  Constantinischen  Zeit  nach  Byzanz  gekommenen
römischen  Senatoren  gehörten  sicher  auch  Anicier.
*)  Fast.  Cons.  ad  ann.  322:  Prohiano  et  Juliano.  Gruter.  364,  1.  Petronio  Prohiano
et  Anicio  Juliano  Coss.
3 )  Man  zählt  diesen  Julianus  auch  zu  den  Aucheniein,  die  aber  nicht  den  Beinamen
Turannius  führten.
3 )  Vgl.  die  Inschriften  Anh.  29.  38.  39.
*)  Ammian.  Marcellin.  XIX.  12.  nennt  heim  J.  359  einen  Hermogenes  Ponticus  praefectus
  Praetorio  und  spricht  daneben  auch  im  J.  369  [XXVIII.  1  und  4]  von  dem
Stadtpräfecten  Olybrius,  den  er  wohl  von  Hermogenes  unterscheidet.  Hier  ist  noch
der  in  der  Inschrift  bei  Reines,  syntagm.  p.  64  vorkommende  Clodius  Hermogenianus ­
  Caesarius,  s.  Anh.  22,  xu  erwähnen.  Ein  Magister  Ofüciorum  Caesarius
kommt  397  als  Consul  vor.  Über  die  verschiedenen  Clodii  mit  dem  Beinamen  Hermogenes ­
  oder  Hermogenianus,  die  dem  Anicischen  Geschlechte  angehörten,  handelt
Reines.  Syntag.  p.  67.
5 )  Re>  Ammian.  Marcellin.  XXIX.  6  wird  er  anstatt  Clodius  genannt  Claudius;  die
Stadtpraefectur  fällt  ins  J.  371.  Corsini  p.  245  setzt  sie  ins  J.  370,  die  Inschrift
aut  ihn  daselbst  und  bei  Reines.  121,  5.
            
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