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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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die  zahlreiche  weitverzweigte  Familie  in  vier  Hauptlinien:  es
waren  diese  die  .4  in  liier 1 ),  A  u  chenie  r,  P  i  n  <*  i  e  r  und
Petronier 8 ).  Nach  den  Beinamen,  welche  diese  Hauptstämme
führten,  werden  sie  auch  als  Paulini,  Bassi,  Olybriis)  und
mittheilt,  sondern  auch  auf  das  alte  Consuln-  und  Präfecten-Verzeichniss:  Ex
temporibus  tiallieni  quis  quantum  temporis  Praefecturam  urbis  adininistraverit  ab
a.  254  ad  a.  354.  Abgedr.  im  App.  ad  Chronic.  Paschal.  ed.  Bonn.  11.  p.  194  sqq.
De  Bossi  Inscript.  Christ.  Rom.  1861.  Vol.  I.  bietet  nur  Weniges  über  die  Anicier.
*)  Amnii  ist  der  richtige  Naine,  der  gewöhnlich  in  die  falsche  Form  Annii  entstellt
wird.  Die  Inschriften  müssen  hier  entscheiden:  die  bei  den  Schriftstellern  vorkommenden ­
  unriehligen  Lesungen  sind  nach  jenen  zu  verbessern.  So  muss  die  bei
dein  Dichter  Claudianus  gebrauchte  Form  Anniadae  in  Amniadae  verändert  werden
und  auch  in  Auson.  Carin.  in  Petronium  Probum  v.  31  sqq.  ist  nach  der  gewöhnlichen ­
  Lesung:
Qui  vicit  aevi  injuriam
Stirpis  uovator  Anniae,
Paribus  coinit  infulis
Aniciorum  stemmata
Anniae  in  Amniae  zu  verbessern.
2 )  In  der  von  Gruler.  352,  5  (vgl.  unten  Anhang  n.  36)  mitgetheilten  Inschrift  auf  die
Anicia  Faltonia  Proba  wird  ihr  das  Prädicat  Amnios,  Pincios  Aniciosque  decorans
beigelegt:  es  soll  damit  bezeichnet  werden,  dass  die  Proba  die  Amnier,  Pineier
und  übrigen  Anicier  (d.  i.  die  Auchenier  und  Petronier)  schmücke.  Weder  der
Dichter  Claudian,,  noch  der  Geschichtschreiber  Ammian  Marcellin,  die  so  viel  mit
einzelnen  Aniciern  sich  beschäftigen,  nennen  sie  mit  dem  allgemeinen  Geschlechtsnamen ­
  :  der  erstere  gebraucht  dafür  die  Benennung  Auchenii,  der  letztere  gibt
nur  die  weiteren  Beinamen  der  Individuen.  —  Auch  die  Neueren  unterscheiden
die  Linien  nicht  genau  und  klar.  So  auch  Reumont,  Gesch.  der  Stadt  Rom  I.
S.  288:  Von  den  Dichtern  werden  sie  (die  Anicier)  Amnier  und  Auchenier  genannt
und  im  4.  Jahrhundert  sind  mit  ihnen  verschmolzen  die  Bassi  und  Olybrii  und
theilten  sich  in  Linien.
®)  Prudent.  in  Symmach.  üb.  I.  v.  551  sqq.
Jamque  ruit  —
Atque  ad  Apostolicos  Evandria  curia  fontes
Anniadum  soboles  et  pignora  clara  Proborum.
Fertur  enim  ante  alios  generosus  Anieius  urbis
Illustrasse  caput:  sic  se  Roma  inclyta  jactat.
Quin  et  Olybriaci  generisque  et  nomine  heres,
Adjutis  fastis,  palmata  insignis  ab  aula  (abolla?)
Martyris  ante  fores  Bruti  summitlere  fasces
Ambit  et  Ausoniam  Christo  inclinasse  sccurim.
Non  Paulino  rum,  non  Bassoruin  dubitavit
Prompta  dare  fides  se  Christo  stirpemque  superbam
Gentis  Patriciae  venturo  attolere  seclo.
            
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