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Zimmer man n, Samuel Clarke’s Leben und Lehre.
Kronprinzessin von England, Wilhelmine von Ansbach, deren innere
Haltbarkeit in Zweifel zog, wussten diese und Newton keinen Anderen,
der ihm gewachsen wäre, entgegen zu stellen als Clarke, dessen
durch Leibnitzeus Tod vor dem Ende unterbrochener Briefwechsel
mit ihm durch der Prinzessin Hände lief und für die Kenntniss der
Newton'schen wie der Leibnilz’sehen Metaphysik eines der schätzbarsten
Documente geworden ist.
All dies zusammen mag es rechtfertigen, wenn an eine Gesammtdarstellung
des Lebens und der Lehre dieses von seiner Zeit hochgeachteten,
von der unseru unbillig zurückgesetzten englischen
Denkers aus den (Indien gegangen wird. Wie auch die Philosophie
seitdem sich verändert und vervollkommnet haben mag, der Rationalismus
hat lioch immer Grund gegen die blinde Orthodoxie wie gegen
den haaren Empirismus nach beiden Seiten hin wissenschaftlich Front
zu machen. Darum schien es auch nicht unpassend, die Angriffe
und Gegeneinwände, welche der Materialismus des 18. Jahrhunderts
gegen Clarke erhob, liier wieder mit aufzunehmen, denn der Materialismus
von heute, so vornehm er sich dünkt, ist doch nichts weiter
als eine unverhesserte Wiederaullage des alten.
Die Schrift zerfällt in sieben Capitel, welche nach einander:
I. den englischen Rationalismus vor Clarke; II. sein Leben; 111. den
allgemeinen Charakter seiner Philosophie; IV. seine Kritik des
Atheismus und Materialismus sammt seiner Vertheidigung der natürlichen
Religion; V. die Antikritik" des Materialismus; VI. seinen
Streit mit Leibnitz; VII. seine Moralphilosophie, deren Einfluss sich
bis auf die neueste Zeit herab, insbesondere auf Herbart erstreckt,
behandeln. Dieselbe ist ihres grösseren Umfanges halber für den
nächsten Band der Denkschriften bestimmt, und icli ersuche um die
Aufnahme derselben als eines Beitrags zur Geschichte des philosophischen
Rationalismus in England.