Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Die  Lösung  der  Leichname  und  Schwerter.

29

nissen  der  Menschen  zu  Hilfe,  als  ob  es  seine  eigene  Krankheit  wäre.
Auf  einer  Wanderung  begegnete  er  dem  unsterblichen  Menschen
Tscheu-tsching-schi,  der  ihm  den  Weg  des  verborgenen  Daseins  übergab. ­
  Indem  er  in  einem  inneren  Hause  der  Tiefen  des  Fang-schan
wohnte,  gebrauchte  er  die  göttliche  Luft  der  Sonne  und  des  Mondes.
Sein  Aussehen  war  sehr  jugendlich.  Später  löste  er  sich  mit  dem
Leichname  und  verschwand.

Wer  die  grosse  Mahnung  empfängt,  stirbt.  Er  vernichtet  das
Mass,  läutert  den  Geist.  Nach  oben  ersetzt  er  die  Obrigkeiten  des
Himmels.  Dieses  nennt  man  die  Lösung  des  Leichnams.

Ist  ein  Mensch  gestorben,  und  man  sieht  deutlich,  dass  seine
Gestalt  gleich  derjenigen  eines  lebenden  Menschen,  sieht  man,  dass
seine  Füsse  nicht  grün  sind,  seine  Haut  nicht  gerunzelt,  sein  Auge
glänzend  und  nicht  eingefallen,  in  allen  diesen  Fällen  ist  eine  Lösung
des  Leichnams.  Wer  am  hellen  Tage  mit  dem  Leichname  sich  löst,
ist  ein  Unsterblicher.  Es  ist  dieses  nicht  die  Weise  der  Lösung  der
Leichname,  es  wurden  Arzneien  angewendet.  Diejenigen,  welche  die
Lösung  des  Leichnams  erlangen  und  nicht  die  lösenden  und  verwandelnden ­
  unter  den  reingeistigen  Kugeln  anwenden,  dürfen  nicht  in
ihre  Heimath  zurückkehren,  die  drei  Obrigkeiten  halten  sie  fest.
Wenn  man  am  hellen  Tage  verschwindet,  so  nennt  man  dieses  die
höhere  Lösung  des  Leichnams.  Wenn  man  um  Mitternacht  verschwindet, ­
  so  nennt  man  dieses  die  niedere  Lösung  des  Leichnams.
Diejenigen,  die  an  der  Grenze  des  Abends  verschwinden,  nennt  man
die  Vorgesetzten  unter  der  Erde.
Die  Hefte  der  vier  Darlegungen  des  Schriftschmuckes  der  Rubinen ­
  sagen:
Wer  das  mittlere  Buch  der  neun  Wahren  erlangt,  löst  sich  mit
dem  Leichname  am  hellen  Tage.  Einige  sagen  :  Er  wandelt  im  Fluge,
sein  Vorübergehen  mit  Flügeln  ist  leicht.
Die  Hefte  der  sechs  Darlegungen  des  Schriftschmuckes  der
Rubinen  sagen:
Das  reingeistige  Buch,  die  Unsterblichkeitspflanze,  oder  das
kostbare  Buch  der  fünf  Greise,  wer  sie  besitzt,  löst  sich  mit  dem
Leichname.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.