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Scherer
1—14 meist von Trinität und Erlösung handeln und mit dem gereimten
Paternoster schliessen, dass 14—22 (14 beginnt Ich wil iu singen,
merket duz, von unser vrouwen top) sicli speciell mit der heil.
Jungfrau beschäftigen und zum Schluss das gereimte Ave Maria
bringen. Str. 23 —Sä sind der Minne gewidmet: zuerst (24—27)
. eigentliche Liebeslieder, eingeleitet (23) durch eine Betrachtung,
welche dem Minnenden Lob spendet im Gegensätze zu denen die an
Brennen und Rauben ihre Lust finden; dann (29 — 35) nach einem
Lobspruch auf des Dichters erwählte Dame (28) Allgemeines über
Liebe und Frauen. Mit Str. 56 beginnen moralische Sprüche, unter
denen ich die Strophen(70—78)von derEhre, wonach derTonseinen
Namen hat, die Strophen (79—82) vom Adel oder von der edele und
edelkeit, die Strophen (101—105) vom Verhältniss der Geschlechter
in der Ehe, die Strophen (106—110) von Turnier und Würfelspiel,
die Strophen (113—117) von Trunkenheit und Verwandtem,
die Strophen (118 — 123) von der milte auszeichne. Str. 127 bis
137 wenden sich gegen Papst und Clerus, 138—149 beziehen sich
auf Kaiser und Reich. Es folgen Sprüche, in denen zunächst Gönner
des Dichters besungen und sonstige persönliche Verhältnisse erörtert
werden. Wo diese Reihe abschliesst, weiss ich nicht gleich zu
sagen. Vielleicht erst mit Str. 163: die Lügenmärchen Str. 161. 162
könnten Spottlieder sein. Was sich mit Str. 164 anschliesst, ist vielleicht
nur ein später hinzugekommener Anhang: dafür spricht auch
die Wiederholung der 84. Strophe als Str. 168 i).
*) Ob mit Str. 170 dann eine neue Reihe beginnt, weiss ich nicht. Hagen bezeichnet
eine Abtheilung. Aber worauf er sich dabei stützt, wird nicht ersichtlich. Die Handschrift
deutet nach ßd. 4, S. 900 b Abtheilungen an bei Str. 14. 23. 36. 127. 138.
— Es handelte sich hier nur darum, die Analogie geltend zu machen. Eine Erledigung
der einschlägigen Fragen konnte nicht beabsichtigt werden. Die
letzten Erörterungen über Reinmar von Zweter haben aber zu wenig die Beschaffenheit
des handschriftlichen Apparates geprüft. Der Spruch über die sieben
Kurfürsten z. B. (Str. 243), der — wie mich Lorenz belehrt — aus sachlichen
Gründen eher dem vierzehnten Jahrhundert zufällt, steht mit Strophe 246 in D
zwischen Strophen Frauenlobs und 'Konrads von Würzburg Ave’, entbehrt also
jeglicher Gewähr der Echtheit. Das beilenkt weder K. Meyer Unters, über das
Leben Reinmars von Zweter S. 32 noch Wilmanns Zs. 13, 436. — Alle sachlich
geordneten Sammlungen aufzusuchen und anzuführen, war ich durchaus nicht
bestrebt. Man vergleiche noch die Göttinger Hdschr. der Gedichte Heinrichs von
Mügeln.