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H ö f I e r
Römer bei Arezzo stattfand '), welche erst, als Hannibal schon südlicher
war als sie, merkten, dass er in Etrurien stehe. Da nun Fäsulii
auf dem Berge am rechten Arnoufer oberhalb Florenz liegt, ist es am
wahrscheinlichsten, dass Hannibal bei Florenz den Arno überschritt
und in der Richtung von lncisa und Monte Varchi hinzog, um durch
das Ambrathal die Höhen zu gewinnen, die das nach Süden gestreckte
Chianathal westlich einsäumen. Dadurch gewann er eine Stellung
über Arezzo hinaus, ohne dass die Römer sie bemerken konnten. Erst
der von dieser Seite aufsteigende Rauch, als die punische Verheerung
des Landes begann, habe den Flaminius in Kenntniss dessen gesetzt,
was vorgegangen war, und nun in ihm den Entschluss erzeugt, sich,
ohne seinen Collegen zu erwarten a ), auf den Weg zu machen, damit
nicht, während er in Etrurien stehe, Hannibal das Land bis Rom
verheere. In der That erwähnt auch Polybius ganz bestimmt, dass
Hannibal den Weg nach Rom einschlug und in dieser Richtung durch
Etrurien eilte, Cortona und dessen Berge links liess, den trasimenischen
See jedoch zur Rechten (si? Tovy.Ttpoo3sv w? npog rrjv 'Poop.Yjv
npofisi oid rög Tvppwviccg).
Fassen wir wieder die Thatsachen zusammen.
Nicht bloss der Consul Flaminius war umgangen, auch Servilius
in Ariminum; nicht bloss dass Hannibal den Weg nach Rom sengend
und brennend einschlagen konnte, sondern er verlegte auch beiden
Consuln den Weg dahin und wenn sie sich nicht bald aus der Schlinge
zogen, so war es zu spät. Polybius behandelt nun den Flaminius als
Plebejer nichts weniger als glimpflich. Er zürnt ihm, dass er den
Consul Servilius nicht erwartet habe. Für uns ist das ein Beweis,
dass Servilius auf die erste Nachricht vom Einbrüche Hannibals den
*) Ich bemerke, dass das Arnothal sich bei Fiesoie verengt, nach Ablauf ausserordentlicher
Wassenna8sen der Arno in der Nähe von Florenz heutigen Tages
etwa öO Schritte breit, eine Tiefe hat, dass man ihn nicht durchwaten kann,
was ich von einer unwillkürlichen Schwimmprobe her sehr genau weiss. Diejenigen,
welche Hannibal nach Arretium ziehen lassen, bedenken nicht, dass
Flaminius nicht in, sondern vor der Stadt eine Stellung einnahm, welche durch
die bis Clusiuin reichenden Chianasümpfe gedeckt war. Diese mussten umgangen
werden; das konnte nur dadurch geschehen, dass Hannibal auf den Höhen blieb.
2 ) Dieser war sofort aufgebrochen, um sich mit Flaminius zu vereinigen. Dass
dieses Servilius von Ariminum aus that, setzte Tage voraus, seit Flaminius von
Arretium aus seinen Collegen vom Einbrüche Hannibal*8 verständigte, geschweige
seit dieser erfolgt war.