142 v. Schulte- Zur Geschichte der Literatur über das Dekret Gratians. II.
4. fol. 63 b in der sechsten Zeile beginnt ohne Überschrift und hört
auf fol. 74\ wo es noch den unteren Rand füllt, das in der Schrift:
Petri Blesensis Opusculum de distinctionibus in cauonum
interpretatione adhihendis sive, nt auctor voluit, Speculum
juris canonici. . . edid. Theophil. Aug. Reimarus.
ßerol. 1837.
aus einem früher Lindenbrog’schen jetzt Hamburger Codex edirte
Werk, mit dem Dedicationsschreiben 'Prometheus in Caucasi montis
cacumine religatus’, an das sich nach leerem Platze für die Rubrik
das Inhalts verzeichniss, sodann das vollständige Werk anschliesst.
Die Schrift gehört dem XIII. Jahrli. an, ist dieselbe als bei dem vorhergehenden
Stücke, aber verschieden von der älteren auf fol. 1—34.
In der Abtheilung der Paragraphen weicht der Codex vielfach vom
Drucke ab, hat eine Anzahl corrupter Lesarten des für den Druck
benutzten Codex nicht und dürfte desshalb besser sein. Die Angabe
der Parallelstellen am Rande ist durchlaufend und sehr reichlich.
5. fol. 73—95 und
6. 96—116% 178—ISO 11 die beiden beschriebenen Summen
zum Dekret.
7. fol. 119 (die zwischenliegenden Seiten sind leer bez. mit
Federproben ausgefüllt) — 126“, 163—168, 171—177 enthalten
von derselben Hand, die fol. 127—133 (134 ist leer) 135 — 137
(138 leer) 139 —146 enthalten von verschiedenen Händen geschriebene
Quaestiones und Casus, welche nicht zu den bekannten gehören,
aber sehr interessant sind für die Art der Behandlung im XII. Jahrhundert.
8. fol. 147—162 enthalten aus der Summa des Rufinus zum
Dekrete mit dem Anfänge 'Conditio ecclesiasticae religionis movetur
circa tria’ die Erörterung von Caus. I. bis XXIII. qu. VI. §. 'De
episcopis vero . .. conservatio’. Vgl. Maassen Paucapalea S. 14 ff.
9. fol. 169, 170 aus einem Bibelcommentare.
10. fol. 180 b (Mitte der Spalte) ORDO JUDICIARIUS. $. C. II.
q. I. In principio de ordine judiciario agitur, cujus notitia, quia in
multis decretorum locis admodum necessaria est, de eo tractare utile
duximus. Judiciarius ordo tarn in civilibus quam in criminalibus causis
requirendus est. Civilis causae nomen modo largius modo tenius
accipimus’. Die sehr klare und geschmackvolle Darstellung füllt fünf
Spalten.