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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

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Pole  v

92.  Obgleich  nun  dieser  (Bralimakundige)  in  der  Zeit  seines
wachen  Zustandes  mittelst  seines  Körpers  —  einem  Gefässe  voll
Fleisch,  Blut,  Excrementen,  u.  s.  w.  —  mittelst  seiner  Sinnesorgane  —
einem  Gefässe  voll  Blindheit,  Stumpfheit  und  Untauglichkeit,  —  mittelst ­
  seines  inneren  Organs  —  einem  Gefässe  voll  Hunger,  Durst,
Kummer,  Bethörung,  —  die  durch  frühere  Einbildungen  (Wünsche)
veranlassten  Werke  verrichtet  und  die  beginnenden  Früchte,  welche
kein  Hinderniss  für  wahre  Erkenntniss  sind,  erblickt,  so  sieht  er  sie
doch  in  Wahrheit  nicht,  da  er  (die  ganze  Wirkung  der  Unwissenheit)
zerstört  bat.  So  wie  jemand  der  da  weiss,  dies  ist  eine  Sinnentäuschung, ­
  dieselbe  zwar  wahrnimmt,  sie  aber  doch  in  Wahrheit  nicht
sieht  (als  etwas  Wirkliches).  Denn  es  heisst  in  der  Schrift:  „mit  Augen ­
  (begabt)  ist  er  wie  ohne  Augen,  mit  Obren  ist  er  wie  ohne  Ohren ­
  u.  s.  w.“  Es  heisst  auch:
„Wer  im  wachen  Zustande,  ist  wie  einer  im  tiefen  Schlafe  und
die  Zweiheit,  obgleich  er  sie  wahrnimmt,  doch  nicht  sieht,  weil  er
über  der  Zweiheit  steht,  wer,  wenn  er  auch  bandelt,  doch  (in  Wahrheit) ­
  nicht  handelt,  der  kennt  den  Geist,  kein  anderer.  Das  ist
gewiss“.
93.  So  wie  er  (der  Brahmakundige)  vor  erlangter  Erkenntniss,
dem  Genuss  der  Speisen  und  anderer  Vergnügungen  folgte,  so  folgt
er  (jetzt)  den  schönen  (guten)  Einbildungen,  oder  er  ist  gleichgültig
gegen  gutes  und  nicht  gutes.  Denn  es  heisst:
„Wenn  der,  welcher  die  ungeteilte  Wesenheit  kennt,  nach
Wunsche  wandeln  kann,  welch  ein  Unterschied  ist  dann  zwischen

92.  ayd  vynttana-samaye  mcisa-sonita-miitra-purisd-’dibdiganena
  sarirend  ’  nd'ija  -  mändyd  -  'padutvd-  di-Bägeinem  ’  ndriya-grdmend
  '  sandy  d-pipdsa-s'oka-moha-bdganend  ’rta  :  karanena
ca  tat-tat-piirva-piirva-väsanayä  kriyamdnani  karmdni  bugyamdnäni
  giiäna-viruddanyd  'rabd'a-paldni  da  pasyann  api  bdditatvtit
  pdramdrfato  na  pasyati  ||  yat'e  ’dam  indragdlam  iti
giidnavdn  tad  indvagäld  pasyann  api  paramdrfam  iti  na  pasyati
sadaxur  aeaxur  iva  sakarno  ’kariia  ive  'tyd-di  srute:  \
uktd  ca  susuptavag  gdgrati  yo  na  pasyati  dvayd  ca  pasyann
api  cd  ’  dvayatvata:  |  tat'd  ’pi  kurvann  api  niskriyas  da  ya:
sa  dtmavin  nä  'nya  iti  'ha  nisdaya:  j|
93.  asya  gndndt  pürvd  vidyamdndndm  evd  ’  lidra-vilidrd-'
  din  tim  anuvrttivac  cuba-vdsandndm  evd  ’nuvrttir  tiavati  subd-
            
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