Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Vedänta-sära.

03
29.  (So  wie  aber  außer)  dein  von  Wald  und  Bäumen  getlieilten
Äther  oder  dem  aus  einem  Wasser  oder  Gewässern  sich  abspiegelnden, ­
  noch  ein  anderer  Äther  besteht,  der  Alles  trägt  und  nicht
immanent  ist,  (ebenso  ist  auch  ausser)  dem  Unbewussten  und  dem
Geiste,  in  welchem  es  immanent  ist,  ein  anderer  Geist  der  alles  trägt
und  nicht  immanent  ist,  dieser  wird  Turfyam  (das  Vierte)  genannt.
Denn  die  Schrift  sagt:  „Sie  nennen  ihn  den  glückseligen,  beruhigten,
ungeteilten»  den  vierten  u.  s.  w.“.
Dieses  Vierte,  der  reine  Geist,  ist,  wenn  es  nicht  vom  Unbewussten ­
  und  dem  darin  verhüllten  Geiste  unterschieden  gedacht
wird,  wie  (etwa)  eine  glühende  Eisenkugel,  —  die  wörtliche  Bedeutung ­
  des  grossen  Spruchs  (lat  tvam  asi  „das  hist  du“  womit  der
Lehrer  den  Schüler  anredet);  wird  es  aber  als  unterschieden  gedacht,
so  ist  es  die  wahre  Bedeutung.
30.  Dieses  Unbewusste  (die  Materie)  hat  zwei  Kräfte  t),  die  der
Verhüllung  und  die  der  T  ä  u  s  e  h  u  n  g  (des  Irrthums).  D  i  e  K  ra  ft
der  Verhüllung  zeigt  sich  folgendermassen:  so  wie  eine,  wenn
auch  kleine  Wolke  die  viele  Meilen  weit  ausgedehnte  Sonnenkugel
gleichsam  bedeckt,  indem  sie  dem  Auge  des  Beobachters  den  Weg
versperrt,  eben  so  bedeckt  gleichsam  auch  das  Unbewusste,  obgleich
(seiner  Natur  nach)  endlich,  den  unendlichen,  dem  Weltumtriebe  nicht
unterworfenen  Geist,  indem  es  der  Vernunft  des  Beobachters  den

29.  vetnn  -  vrxa  -  tad-avadSinnd-'  kddayor  gala-galdsaya-tadgata-pratibimba-
  kasayorva'dära-Bütd-  nupaliitd-  kdsavadanayor
agiiuna  -  tad  -  upuhita  -  daitanynyor  dddra  -  liülu  yad  anupahitä
duitanyä  tat  turiyam  ityu  'cyate  |  sivä  Mntam  advaitä  öaturCd
manyanta  ityd-  di  srute:  |  idatn  eva  turlyä  sudda-öaitanyam
agndnd-  di-tad-upuhita-dnitunydliyu  tnptdya:  pindavad  aviviktd
san  mahdvdkya-vdöyam  vioiktd  aal  laxyam  ityu  ’  dyate  ||
30.  asyd  ’gndnasyd  'oaranu  -  vixepa-ndmakä  sakti-dvayam
asti  |  dvarana-saktis  tävat  alpo  pi  mego  'neka-yogand-  yatani
dditya  -  mandalam  aoalokayitr  -  nayana-pat'a-pidayakatayd  yafa
)  Die  beiden  Kniffe  unterscheiden  sieh  dadurch,  dass  die  oinc  negativ  ist,  denn  die
Wahrheit  fehlt,  weil  sie  verborgen  ist;  die  andere  hingegen  ist  schöpferisch,  da
sie  Erscheinungen  und  Täuschungen  erzeugt,  welche  für  Wirklichkeiten  gelten
wollen;  das  Wort  Täuschung  (iilusion)  entspricht  nicht  ganz  dem  Sanskritworte,
aber  ich  fand  kein  passenderes.  (Note  lloer’s.)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.