Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

56

P  o  1  e  y

Sühnen  sind  bloss  Mittel  zur  Vertilgung  der  Sünde,  z.  B.  das
Üändräyana  und  andere.
Innere  Verehrungen  sind  Übungen  des  Geistes,  die  sich
auf  das  Brahma  beziehen,  insofern  es  mit  den  3  gunas  (Qualitäten,
modi,  der  höchsten  Substanz)  verbunden  ist.  Dahin  gehören  die
Sandilya-Wissensehaft  und  andere.
G.  Der  höchste  Zweck  der  täglichen  Ceremonien  ist  Reinigung
der  Vernunft,  der  höchste  Zweck  aber  der  inneren  Verehrungen  ist
die  feste  Richtung  des  Geistes  auf  Brahma.
Die  Schrift  sagt:  „durch  Veda-Studium  und  durch  Opfer  wünschen ­
  die  Brahmanen  ihn  (Brahma)  kennen  zu  lernen“.  Das  Gesetzbuch ­
  (smrti)  sagt:  „durch  Busse  tödtet  man  die  Sünde,  durch
Wissenschaft  geniesst  man  das  Amrta  (Unsterblichkeit)“.
Eine  untergeordnete  Frucht  der  täglichen  und  gelegentlichen
Ceremonien,  so  wie  der  innern  Verehrungen  ist  die  Erlangung  der
Welt  der  Vorfahren  und  der  Welt  der  Wahrheit.  Denn  die  Schrift
sagt:  „durch  Werk  (erreicht  man)  die  Welt  der  Vorfahren,  durch
Wissenschaft  die  Welt  der  Götter“.
7.  Die  (vier)  Mittel  sind:  1,  die  Unterscheidung  des
ewigen  (wirklichen)  und  nicht  ewigen  (nicht  wirklichen)  Dinges.
2,  das  Verzichten  auf  den  Genuss  der  Früchte  (der  Werke)
in  diesem  und  in  einem  andern  Leben.  3,  Gemüthsruhe  und
Selbsthezähmung  u.  s.  w.  4,  Wunsch  nach  Befreiung.
8.  Die  Unterscheidung  des  ewigen  und  nicht  ewigen
Dinges  besteht  in  der  Erkenntniss,  dass  Brahma  das  (allein)  ewige
Ding,  alles  andere  (aber)  nicht  ewig  ist.
xaya-mdtra-sdd'anäni  ddndrdyuna-'dini  \  updsandni  sa-gunabrahma.-vikaya-mnnasa-vyapdrd-rv.pdni
  ddndilya.-vid.ydi-'  dini  ||
6.  Etesa  nitya-'  dind  buddü-duddü:  pard  prayoganam.  updsanänd
  tu  tad-aikdgryd  pard  prayoganam  \  tarn  etd  vedd-  nuvaöanena
  brdhmand  vividikanti  yugnene  'tyd-’di  srute:  \  tapasd  kalmasd
  hanti  vidyayd-'mritam  asnüta.  ityd-di  smrtes  ca  j!  nitynnnimittikayor
  updsananä  cd-'väntara-palä  pitrloka-satyalokaprdpti
  |  karmand  pitrloko  vidyayd  deva-toka  Ui  srute:
7.  Sdddndni  nitya-'  nitya  -vastu-  viveka  ihd-'  mutra-pala-Boga-virdga-sama-damd-'
  di-sampan-mumuxutvdni  \
8.  Nitya-'nitya-vastu-vivekas  tdvat  brahmai-'va  nityam  vastu
tato  '  nyad  akilam  anityam  iti  vivecanam  \  aihikdnd  srak-dan-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.