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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Die  slavischen  Elemente  im  Neugriechischen.

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Graecität,  sowie  die  griechischen  Sprachdenkmäler  der  mittleren
und  der  neueren  Zeit  benutzt  worden.  Dessen,  was  mir  entgangen,
wird  kaum  viel  sein.  Bei  der  Bestimmung  der  Bedeutung  der  Worte
sind  die  Ausdrücke  der  benützten  Quelle  beibehalten  worden,  um
jede  subjective  Willkür  fern  zu  halten.  So  oft  es  mir  möglich  war,
habe  ich  die  Gegend  angegeben,  in  der  das  Wort  vorkommt.  Ich
habe  jedoch  in  das  Verzeichniss  auch  solche  Worte  aufgenommen,
hei  denen  der  Gedanke  an  slavischen  Ursprung  nahe  liegt  und  die
für  slavisch  gehalten  werden,  obgleich  sie  anderen  Sprachen  angehören; ­
  ferners  diejenigen,  welche  hei  den  byzantinischen  Schriftstellern ­
  als  slavisch  erwähnt  werden,  und  von  denen  manche  unrichtig ­
  gedeutet  worden  sind.
Aus  dem  Verzeichnisse  ergibt  sich  das  Resultat,  dass  aus  der
neugriechischen  Sprache  allein,  also  abgesehen  von  den  historischen
Zeugnissen  und  den  Ortsnamen,  die  slavische  Nationalität  der  heutigen
Griechen  sich  nicht  beweisen  lässt.  Das  Vorhandensein  slavischer
Elemente  im  Volksthum  der  Griechen  soll  jedoch  nicht  geleugnet
werden:  dafür  sprechen  Geschichte  und  Ortsnamen  in  unzweifelhafter
Art.  Wie  leicht  die  Sprache  hei  der  Bestimmung  der  Elemente,  aus
denen  sich  eine  Nationalität  bildet,  in  die  Wagschale  fällt,  zeigt
die  französische  und  englische  Sprache,  deren  celtische  Elemente
weder  durch  die  Masse  des  aufgenommenen  Stoffes  noch  durch
tiefer  in  den  Sprachorganismus  eingreifenden  Einfluss  von  hervorragender ­
  Bedeutung  sind,  wie  aus  Fr.  Diezen’s  etymologisches
Wörterbuch  der  romanischen  Sprachen,  Seite  XIV,  und  aus
C.  Fr.  Koch's  historischer  Grammatik  der  englischen  Sprache,  III,
2.  Seite  1—13,  hervorgeht,  ohne  das  es  deswegen  erlaubt  sei
das  Dasein  celtischer  Elemente  im  französischen  und  englischen
Volksthum  in  Abrede  stellen.  Das  hier  nachgewiesene  slavische
Sprachmaterial,  das  weder  durch  seinen  Umfang,  noch  durch
den  Kreis  der  dadurch  bezeichneten  Vorstellungen  von  Bedeutung
ist,  verliert  an  seiner  Beweiskraft  für  die  Fallmerayer'sche  Thesis
noch  dadurch,  dass  die  wenigsten  der  angeführten  Worte  allgemein ­
  angenommen  erscheinen,  dass  vielmehr  viele  nur  in  einzelnen ­
  ,  namentlich  solchen  Landschaften  Vorkommen  ,  welche
auch  von  Slaven  bewohnt  werden  oder  bewohnt  worden  sind;
ferners  dadurch,  dass  viele  von  diesen  slavischen  Wörtern  auch
durch  das  Medium  einer  anderen  Sprache,  der  albanischen  oder
            
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