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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Zum  Roman  de  Troilus  des  Pierre  de  Beauvau.

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l'emendazione  del  F.’;  von  dem  Verhältnisse  in  dem  die  Hss.  zu  einander ­
  stehen  und  von  den  Grundsätzen,  nach  welchen  die  Ausgabe
veranstaltet  wurde,  verlautet  nichts.  Man  hat  es  offenbar  mit  einer
jener  einst  beliebten  eclectischen  Editionen  zu  thun,  welche  wohl
einen  im  Ganzen  lesbaren  Text  darbieten  können,  für  Fragen  der
Kritik  aber  beinahe  werthlos  sind.  Wir  würden  eine  neue  Ausgabe
sowohl  des  Originals  als  der  Übersetzung  nach  allen  bekannten
Hss.  wünschen,  (sie  Hessen  sich  vielleicht  in  einem  Bande  vereinigen) ­
  und  glauben,  dass  die  dabei  angewandte  Mühe,  in  Hinblick
auf  die  Bedeutung  des  Werkes  für  die  Literatur  so  vieler  Nationen,
nicht  als  verloren  zu  betrachten  wäre.  Gewiss  würde  auch  für  die
richtige  Beurtheilungdes  Verhältnisses  Chaucer’s  zu  Boccaccio  manches
wichtige  Moment  sich  daraus  ergeben.  Inzwischen  wollen  wir  zum
Schlüsse  die  Gelegenheit  benützen,  um  auf  einen  Punkt  aufmerksam
zu  machen,  welcher  (so  viel  wir  wissen)  von  keinem  unter  jenen,
welche  Kissner’s  treffliche  Untersuchung  0  besprochen  haben,  hervorgehoben ­
  wurde,  Kissner  hat  nämlich  nur  die  Pariser  Ausgabe,
Didot  1789,  benützen  können;  diese  aber  ist  ein  Product  der  vermessensten ­
  Willkürliehkeit.  Kaum  ein  Vers  ist  unberührt  geblieben;
ganze  Strophen  wurden  weggelassen  und  andere  dafür  eingeschaltet,
die  vom  Herausgeber  selbst  herrühren;  die  Reime  werden  oft  nach
Gutdünken  verändert.  Wenn  man  nun  bedenkt,  dass  eines  der
stringentesten  Beweismittel  Kissner's  eben  die  Reime  sind,  so  wird
man  schon  von  Vorneherein  vermuthen  können,  dass,  wenn  es
diesem  gelehrten  Forscher  möglich  gewesen  wäre,  sich  dem  zuverlässigeren ­
  Führer  anzuvertrauen,  seine  schon  jetzt  überzeugende
Beweisführung  sich  noch  evidenter  hätte  gestalten  können.  Auch
dafür  ein  Paar  Beispiele.  Kissner,  S.  15,  führt  an:
Chaucer  I  85:  As  it  is  friendes  right,  sooth  for  to  saine,
To  enterparten  woe,  as  glad  disport.
und  vergleicht  damit
Boccaccio  11  5  Perciö  che  ad  ogni  amico  si  conviene
Portar  dell’altro  il  duolo  e  lo  sconl'orto.
Letzterer  Vers  ist  aber  eine  Verballhornung  des  ursprünglichen
Ogni  cosa  partir,  noja  e  conforto

*)  Clniucer  in  seinen  Beziehungen  zur  italienischen  Literatur  von  Alfons  Kissner
Bonn,  Marcus,  1867.  8°.

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