Statistische Untersuchungen über die Ehen.
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Nicht gleichgiltig erscheint ferner die Zahl der Kinder in einer
Ehe i). Gewöhnlich ist diese eine ungerade, welche sich in einem gewissen
Verhältnisse zu dem Geschlechte bewegt. Es ergibt sich nämlich,
dass in einer Ehe mit 5 Kindern zumeist 3 Knaben und 2 Mädchen,
oder auch 3 Mädchen und 2 Knaben (in 100 Fällen 67mal),
seltener 4 Knaben und 1 Mädchen, 1 Knabe und 4 Mädchen, und
noch seltener S Knaben oder 5 Mädchen allein Vorkommen 3 ).
Dass solche Zahlen keine zufälligen sind und in denselben eine
gewisse Regel obwaltet, wird so mancher aus seinem eigenen Familienkreise
bestätigen können. Leider ist die Sammlung solcher statistischer
Daten noch eine sehr geringe und wir erlauben uns im Interesse
der statistischen Wissenschaft auf die Wichtigkeit der Sammlung
solcher Daten aufmerksam zu machen, um mit Hilfe derselben
zu einer neuen statistischen Thatsache zu gelangen. Denn so wie
man früher die Zahl der geborenen Knaben und Mädchen für eine
zufällige hielt und derselben keinen besonderen Werth beilegte, ist
man nachher durch vergleichende Zusammenstellungen grosser Zah-1
) Die gesammelten Ehen vertheilen sich nach der Kinderzahl in folgender Weise:
a ) Bei 10 Kindern kommen zumeist 5 Knaben und 5 Mädchen oder 6 Knaben und
4 Mädchen, seltener 4 Knaben und 6 Mädchen, 3 Knaben und 7 Mädchen, noch
seltener die weiteren Combinationen vor.