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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Statistische  Untersuchungen  über  die  Ehen.

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Nicht  gleichgiltig  erscheint  ferner  die  Zahl  der  Kinder  in  einer
Ehe  i).  Gewöhnlich  ist  diese  eine  ungerade,  welche  sich  in  einem  gewissen ­
  Verhältnisse  zu  dem  Geschlechte  bewegt.  Es  ergibt  sich  nämlich, ­
  dass  in  einer  Ehe  mit  5  Kindern  zumeist  3  Knaben  und  2  Mädchen, ­
  oder  auch  3  Mädchen  und  2  Knaben  (in  100  Fällen  67mal),
seltener  4  Knaben  und  1  Mädchen,  1  Knabe  und  4  Mädchen,  und
noch  seltener  S  Knaben  oder  5  Mädchen  allein  Vorkommen 3 ).
Dass  solche  Zahlen  keine  zufälligen  sind  und  in  denselben  eine
gewisse  Regel  obwaltet,  wird  so  mancher  aus  seinem  eigenen  Familienkreise ­
  bestätigen  können.  Leider  ist  die  Sammlung  solcher  statistischer ­
  Daten  noch  eine  sehr  geringe  und  wir  erlauben  uns  im  Interesse ­
  der  statistischen  Wissenschaft  auf  die  Wichtigkeit  der  Sammlung ­
  solcher  Daten  aufmerksam  zu  machen,  um  mit  Hilfe  derselben
zu  einer  neuen  statistischen  Thatsache  zu  gelangen.  Denn  so  wie
man  früher  die  Zahl  der  geborenen  Knaben  und  Mädchen  für  eine
zufällige  hielt  und  derselben  keinen  besonderen  Werth  beilegte,  ist
man  nachher  durch  vergleichende  Zusammenstellungen  grosser  Zah-1

 )  Die  gesammelten  Ehen  vertheilen  sich  nach  der  Kinderzahl  in  folgender  Weise:

a )  Bei  10  Kindern  kommen  zumeist  5  Knaben  und  5  Mädchen  oder  6  Knaben  und
4  Mädchen,  seltener  4  Knaben  und  6  Mädchen,  3  Knaben  und  7  Mädchen,  noch

seltener  die  weiteren  Combinationen  vor.
            
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