Vedanta-sära.
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Die Materie (das Unbewusste) hat zwei Kräfte : die der Verhüllung
und die der Verwechslung. Diese letztere schafft die
Welt, d. h. sie veranlasst, dass sie erscheint. — Die wirkende und
die materielle Ursache des Geistes. Die drei Qualitäten (modi) der
Weltsubstanz. Die feinen Elemente (tanmatra), aus diesen entstehen
die groben Elemente. Die feinen Körper mit 17 Gliedern. — Die
drei Scheiden (Gehäuse, Hüllen) der feinen Körper; vereinigt bilden
sieden feinen Leih, im Gegensatz zum ursächlichen Leibe. Der
Suträtma (Schnur Geist, der allgemeine) und der Taigasa (der
glänzende, individuelle) sind beide identisch. — Die groben Elemente
und die Fünfmach ung derselben; hieraus entstehen die 7 Oberund
die 7 Unterwelten. Die organischen Körper und ihr vierartiges
Entstehen. — Vaisvänara (das in allen Menschen verbreitete Lebensfeuer)
oder Virad, und Visva (Einzel-Geist) ihre Identität. Als Resultat
der Schluss: „Alles ist Brahma“.
Sodann werden,'mit Bezug auf die falsche Übertragung, die
irrthümlichen Ansichten verschiedener Secten angeführt, z. B. Die
Cärvakas (Materialisten), Budd'isten u. s. w. — Hierauf wird die
Abstraction erklärt; mit Hülfe derselben und des wahren Verständnisses
der falschen Übertragung wird dann der Sinn und die Bedeutung
des grossen Spruches der Vedäntisten: tat tvam asi, „das
hist du“ auseinandergesetzt. Darin liegt die vollkommene Identität
der „geeigneten Person“ mit Brahma. Hierauf werden noch die
äussern und innern Hülfsmittel angegeben, wodurch man die Erkenntnis
erlangt, welche zur genannten Identität führt. Zum Schluss
folgt die Beschreibung des lebend-befreiten in welchem alles Individuelle
vernichtet ist, und der, frei von allen Banden und
Zweifeln, gleichen Wesens mit Brahma von der Seelenwanderung
befreit; in das höchste Brahma eingeht.
Wir haben früher bemerkt, dass wir im Vendänta-sära nicht
die älteste Form des Vedanta-Systems finden, sondern dass mehrere
Ansichten darin als spätere Fortbildung oder Zuthat betrachtet
werden müssen. Dahin gehört erstens, die Ansicht von der Mäyä
mit ihren zwei Kräften der Verhüllung und der Täuschung, demgemäss
die Welt nicht wirklich und ihr Sein nur ein Schein und Spiel ist.
Das idealisirende Streben der Vedäntisten fand in dieser Ansicht
ein Mittel den ihnen unerklärlichen Widerspruch zwischen
dem Begriff Gottes als Geist und der materiellen Welt, als deren