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aber nur wenig Prosa, und diese nur in Erzählungen und philosophischen
Werken finden. Eine wahre künstlerisch ausgebildete Prosa,
die das öffentliche Lehen in allen seinen Farben abspiegelt, und wie
sie sich hei den Griechen, Römern und den neuern Nationen, namentlich
den Franzosen, findet, konnte bei den Indiern nicht gedeihen,
weil es ihnen an einem freien öffentlichen Leben fehlte. Denn was
die Sonne für die Natur, das ist die Freiheit für die menschliche Gesellschaft.
Wir wollen jetzt in kurzen Umrissen die Hauptpunkte des
von Sadänanda aufgestellten Systems angeben. Im Anfänge wendet
er sich in zwei Versen an den höchsten Geist, der aus Sein, Denken
und Seligkeit besteht, ungetheilt, von Wort, Geist und Auge nicht zu
fassen, und Träger des Weltalls ist. — Das Vedänta-System stützt
sich auf die Upanisads und die Sarfrakasütras. Zur Erkenntniss sind
vier Erfordernisse notlnvendig: Die geeignete Person, der Gegenstand,
die Verbindung und das Ziel.
Diese vier Punkte werden im einzelnen weiter entwickelt. —
Die geeignete Person wendet sich an einen Lehrer, der ihr erklärt,
worin die (zu vermeidende) irrthümliche Übertragung und die
richtige Abstraction besteht.
Es werden ferner die vier Mittel angegeben, dahin gehört die
Unterscheidung des ewigen (wirklichen) und nicht ewigen
(unwirklichen) Dinges; bj das Entsagen den Früchten
der Werke; c) Ruhe des Gemüths und Selbstbezähmung;
d) Wunsch nach Refreiung.
Rei der Definition des Nicht-Dinges, welches auch als Unwissenheit,
Bewusstloses oder als Materie bestimmt wird, findet sich
eine Erörterung über die Begriffe des Allgemeinen (Gesammtheit)
und Einzelnen (Besonderheit) nebst Beispielen.
Die Gesammtheit der Materie als Ursache von allem ist der u rs
ach liehe Leib; der in dieser Gesammtheit verhüllte Geist,
welcher die erste der drei Qualitäten zu seiner Wesenheit
hat, Alles kennt, Alles beherrscht u. s. w., ist der Herr (Isvara).
Der in der Besonderheit (im Einzelnen) verhüllte Geist, der nicht
erkennt, nicht herrscht, und die erste der drei Qualitäten gemischt
enthält, ist der individuelle Geist. (Also Makrokosmos und Mikrokosmos.)
Beide sind zu vergleichen mit dem Walde und den
Bäumen u. s. w.