Die Taolehre von den wahren Menschen und den Unsterblichen. 281
trug er ein einfaches Kleid. Wenn sehr kaltes Wetter war, sahen
ihn’ die Menschen, wie er das klafterlange Haupthaar von beiden
Seiten erfasste und damit den Leib überdeckte. Hie vorübergehenden
Geschlechtsalter sahen ihn, jedoch sein Aussehen blieb immer gleich.
Er besass niemals übrige Geldmittel, und er ass auch nicht. Um die
Zeit war Yang-siün der grosse Zugesellte. Er Hess ihn abholen und
befragte ihn. Jener gab keine Antwort. Siün schickte ihm einen
Tuchmantel. Teng trat vor das Thor, schnitt mit einem ausgeliehenen
Messer den Obertheil des Mantels von dem Untertheil ab und legte
beides an einem anderen Orte unter dem Thore Siün's nieder. Er
wusste, dass Siün schuldig befunden und hingerichtet werden
würde >).
Um die Zeit hatte sich Hi-khang, ein Mann aus Kuei-ki, zu Teng
begehen. Teng sprach nicht mit ihm. Khang schlug ihn und war
ungehalten. Teng rührte die Cither wie vorher. Endlich zog sich
Khang zurück. Teng sprach: Khang besitzt hohe Begabung, aber
wenig Kenntniss. Er ist kraftlos bei der Besehützung des Leibes.
Pi-ho führte den Jünglingsnamen Tschung-li und stammte aus
Liao-tung. Er trat in das Gebirge der Erdlunge und diente Tungfung.
Fung übergab ihm die Vorschriften für d:us Wandeln in der
Luft und den Gebrauch der Bergdistel. Er verkündete Ho folgendes:
Mein Weg ist hier zu Ende. Ich bin nicht im Stande, das göttliche
Mennigroth und den Goldsand zu erlangen. Ich hin rings umhergewandelt
in der Welt, es gibt keinen Berg, zu dem ich nicht gegangen.
Du hist jetzt jung und kräftig. Mögest du in grosser Ausdehnung
es suchen. — Ho gelangte jetzt zu dem Berge der westlichen
Feste und diente dem Gebieter von dem Geschleehte Wang. Der Gebieter
sprach mit Ho von den Entscheidungen des grossen Weges
und sagte: In einem Felsenhause dieses Berges musst du genau die
nördliche Wand betrachten. Sobald du siehst, dass sich auf der
Wand Schriftzeichen befinden, wirst du den Weg erlangen. — Jener
betrachtete die Wand durch drei Jahre, und er sah dann Schrift-*)
Yang-siün war der Vater der Kaiserin von dem Geschleehte Yang. Derselbe, im
dritten Jahre des Zeitraumes Hien-ning (277 n. Chr.) zum Heerführer der Wagen
und Reiter ernannt, wurde als grosser Zugesellter im ersten Jahre des Zeitraumes
Yuen-khang (291 n. Chr.) durch die Kaiserin von dem Geschleehte Ku getödtet.