Die Taolehre von den wahren Menschen und den Unsterblichen.
279
sahen ein aus einer einzigen Rolle bestehendes ungeschmücktes Buch.
Er selbst hatte die Zeit und die Tage, an welchen er den Weg lernte
und Arzneien gebrauchte, angemerkt. Tai-wen sagte auch von Ken,
derselbe habe viereckige Augäpfel. Ken sei nur ein Unsterblicher
der Erde.
Pe-schan-fu stammte aus Yung-tscheu. Er trat in das blumige
Gebirge und war durch zweihundert Jahre nicht in die Häuser der Menschen
gekommen. Er besprach sofort, was für Gutes und Böses, welche
Verdienste und Fehler die Menschen seit den früheren Geschlechtsaltern
gehabt. Es war dabei, als ob er von der Höhe herabblickte.
Ferner erkannte er das bevorstehende Glück und Unglück.
Lieu-tsching war ein Eingeborner von Pei. Er war ein Mann
von hoher Begabung, vielseitiger Forschung und merkwürdiger
Erfahrung. Wenn Jemand ihn übertraf, diente er diesem, selbst wenn
es ein Knecht oder Sclave war, gewiss wie einem Lehrer. Er suchte
die Kunst dei* Fristung des Lebens und gebrauchte als Lockspeise
das Mennigroth. Er war vierhundert Jahre alt.
Yang-lie führte den Jünglingsnamen Tschang-hieu und stammte
aus Han-tan. Er gebrauchte gewöhnlich das gelbe Reingeistige und
Blei. Mit zweihundert Jahren schritt er einher als ob er flöge. Er
war vielseitig und gründlich in Büchern bewandert. Ki-khang schätzte
ihn sehr. Er begab sich mehrmals zu ihm, um zu lernen und trat
mit ihm in das Gebirge Tai-hang. Lie sah an einer Stelle, wo der Berg
zerrissen war, einen grünen Stein, dessen Mark ausfloss. Lie nahm
das Mark und bildete daraus eine Kugel. Es war zu Stein geworden.
Sein Geruch war wie von gekochtem Reis. Wenn man es anbiss,
glich es diesem ebenfalls. Lie hob jetzt ein Weniges vom Boden auf,
kehrte heim und wollte es Khang übersenden. Khang nahm es und
betrachtete es. Es war grüner Stein geworden. Wenn man es schlug,
hatte es einen Metallklang. Khang ging sofort mit Jenem hin, betrachtete
den Berg und durchhieb ihn. Der Berg war bereits so, wie
er früher gewesen.