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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Taolehre  von  den  wahren  Menschen  und  den  Unsterblichen.

in  einen  mit  vier  Pferden  bespannten  Wagen  setzen  und  in  Schang-lin,
Kuen-ming  und  Hoan-schui  einherjagen.  Sein  Wagenführer  trug  einen
dicken  Fuchspelz  und  wäre,  vor  Kälte  zitternd,  beinahe  gestorben.
Das  Aussehen  Tschung-tu’s  war  unverändert,  sein  Leib  war  gleichförmig, ­
  seine  Lebensgeister  überströmend,  als  ob  er  sich  bei  einer
Flamme  befunden  hätte.  Bei  der  grössten  Hitze,  wenn  er  von  loderndem ­
  Feuer  umringt  war,  brach  an  seinem  Leibe  ebenfalls  kein
Sclnveiss  aus.  Später  wusste  man  nicht,  wohin  er  sich  begeben  batte.

Der  Fürst  der  Erdbälle  des  Winterkorns  war  ein  Wegmann  an
dem  Fusse  des  Tai-schan.  Kaiser  Wu  von  Han  zog  im  Osten  umher
auf  der  Winterjagd  und  gelangte  zu  dem  Tai-schan.  DerFürst  der  Erdhöhe ­
  des  Winterkorns  bedeckte  das  Haupt  mit  einer  glänzenden  grossen
Mütze,  kleidete  sieb  in  Gelb,  nahm  in  die  Arme  eine  Cither  und  zog
dem  Kaiser  entgegen.  Er  sprach:  Mögest  du,  vor  dem  ich  unter  den
Stufen  stehe,  nicht  hinaufsteigen.  Es  ist  zu  fürchten,  dass  du  den  Fass
verletzest.  —  Der  Kaiser  wollte  durchaus  hinaufsteigen.  Als  er  einige
Weglängen  weiter  gekommen,  geschah  es  wirklich,  wie  Jener  gesagt,
allein  er  verheimlichte  es.  Er  brachte  daher  bloss  das  Opfer  und
kehrte  zurück.  Indem  er  für  den  Fürsten  der  Erdhöhe  des  Winterkorns ­
  einen  Tempel  errichtete,  befreite  er  hundert  Thüren  des  Volkes
von  Dienstleistungen  und  beauftragte  sie,  Jenem  das  Opfer  darzureichen. ­


Tai-meng  führte  ursprünglich  den  Geschlechtsnamen  Yen.  Sein
Name  ist  Thsi,  sein  Jünglingsname  Tschung-wei.  Zu  den  Zeiten  des
Kaisers  Ming  von  Han  trat  er  in  das  blumige  Gebirge  und  in  das
Gebirge  Wu-tang.  Er  empfing  das  Buch  des  Gürtelgehänges  der  Edelsteine ­
  und  der  Goldzierathen  des  Gebieters  des  Geschlechtes  Pei.
Endlich  empfing  er  die  Beglaubigungsmarke  des  Goldglanzes  des
steinernen  reinen  Geistes.  Erbesass  wieder  das  gelbe  Buch  des  grossen
Unscheinbaren  und  war  im  Stande,  die  berühmten  Berge  zu  umkreisen. ­


Tso-thse  führte  den  Jünglingsnamen  Yuen-fang  und  stammte  aus
Liü-kiang.  Er  batte  klare  Einsichtdie  fünf  richtschnurmässigen  Bücher
und  verstand  die  Gestalten  der  Sterne.  Er  sah  das  Schwinden  und

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