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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

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P  f  i  z  m  8  i  e  r

Die  Unsterblichen  der  Erde.
Das  Sse-ki  sagt:
Fung-lai,  Fang-tschang  and  Ying-tscheu  liegen  in  dem  Nebenmeere. ­
  Sie  sind  von  den  Menschen  nicht  weit  entfernt.  Es  ereignet
sich  nämlich  fortwährend,  dass  man  zu  ihnen  gelangt.  Daselbst  befinden ­
  sich  die  Unsterblichen  und  heilige  Arzneien.  Die  Wesen  daselbst, ­
  Vögel  und  vierfüssige  Thiere,  sind  sämmtlich  weiss.  Ehe  man
sie  erreicht  hat,  sieht  man  sie  in  der  Ferne  wie  Wolken.
Das  Buch  der  geheimen  Bedeutungen  sagt:
Durch  das  Verdienst  der  Begründung  von  dreihundert  guten
Dingen  kann  man  den  Fortbestand  erlangen,  ein  Unsterblicher  der
Erde  werden  und  in  dem  Versammlungshause  der  Tiefen  der  fünf
Berghöhen  wohnen.
Das  Buch  Pao-pö-tse  sagt:
Peng-tsu  sagt:  In  dem  Himmel  gibt  es  viele  geehrte  Obrigkeiten.
Die  Rangstufe  der  grossen  Geister,  der  neuen  Unsterblichen  ist  eine
niedrige.  Die  Dienste,  welche  sie  verrichten,  sind  nicht  die  nämlichen,
sie  haben  nur  sofort  grössere  Mühe  und  Beschwerde.  Desswegen
steigen  sie  nicht  mit  Entschiedenheit  zur  Höhe,  und  der  Zeitraum,
während  dessen  sie  sich  unter  den  Menschen  aufhalten,  umfasst  achthundert ­
  Jahre.
Die  Geschichte  der  erzählten  Merkwürdigkeiten  sagt:
Auf  dem  Berge  Lu  befinden  sich  drei  Felsenbrüeken.  Die  Länge
derselben  beträgt  mehrere  zehn  Klafter,  die  Breite  nicht  ganz  einen
Schuh.  Wenn  man  sich  hiickt  und  schräg  blickt,  ist  Dunkelheit,  man
sieht  keinen  Boden.  In  dem  Zeiträume  Hien-khang  von  Tsin  (335  bis
342  n.  Chr.)  zog  Yü-liang,  der  stechende  Vermerker  von  Kiangtscheu,
  U-meng  entgegen.  Dieser  bestieg  mit  seinen  Schülern  den
Berg,  lustwandelte  und  überblickte.  Dabeisetzte  er  über  diese  Brücken.
Er  sah  einen  Greis,  der  unter  einem  Zimmtbaume  sass  und  in  einer
Schale  von  Edelstein  süssen  Tliau  autfasste.  Er  gab  ihn  Meng.  Meng
vertheilte  ihn  unter  die  Schüler.  Jener  führte  ihn  noch  zu  einem  Orte
vorwärts.  Man  sah  daselbst  eine  hochragende  Erdstufe,  ein  breites
Seitendach,  Gemächer  und  Gesimse  von  Gold  und  Edelstein,  Geräthschaften,
  die  man  nicht  erkennen  konnte.  Er  sprach  mit  Meng,  wie
mit  einem  alten  Bekannten.  Er  setzte  auf  den  Tisch  Edelsteinfett  den
ganzen  Tag.
            
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