Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Taolehre  von  (len  wahren  Menschen  und  den  Unsterblichen.  257

aus  Han-tan.  Er  befand  sich  spät  auf  der  mittleren  Berghohe  und
empfing  die  Bücher  des  Gürtelgehänges  der  Edelsteine  und  des  goldenen ­
  Ringes.  Nachdem  er  den  Weg  zu  Stande  gebracht,  verschwand
er  als  Unsterblicher.  Er  ist  den  Schrifttafeln  der  Unsterblichen  und
zugleich  den  Nachrichten  von  Lernenden  des  Weges  vorgesetzt.

Li-fang-hoei  lebte  zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Wu  von  Tsin.  Er
lernte  den  Weg  und  befand  sich  auf  dem  blumigen  Berge.  Er  empfing
das  dampfende  Mennigroth  Kuan-tsching-tse’s  und  die  Vorschriften
für  den  Gebrauch  der  Bergdistel  als  Lockspeise.  Er  empfing  ferner
die  durch  Tscheu-scheu-ling  von  dem  Thore  des  Geschlechtes  £>u
ertheilten  Vorschriften  für  den  mennigrothen  Nebel.  Mit  fünfzig
Jahren  war  sein  Geist  im  Inneren  hellsehend.  Er  verschwand  als  Unsterblicher. ­


Li-sieu  veröffentlichte  ein  Buch  in  vierzig  Heften.  Er  nannte  es:
die  Quelle  des  Weges.  In  diesem  Buche  heisst  es:  Das  Schwache
im  Stande,  das  Starke  zurecht  zu  bringen.  Die  Finsterniss  ist  im
Stande,  das  Licht  zu  überdecken.  Immer  thun,  als  ob  man  herabblickte ­
  auf  ein  tiefes.Wasser,  beträte  den  Rand  eines  Abgrundes,  lenkte
das  Entlaufende,  bestiege  das  Morsche,  ist  der  Weg  des  langen  Lebens.
—  Als  er  vierhundert  Jahre  zählte,  war  sein  Angesicht  noch  unverwelkt. ­
  Später  verschwand  er  als  Unsterblicher.
Die  von  Lieu-hiang  verfassten  Überlieferungen  von  Unsterblichen ­
  sagen:
Ma-sse-hoang  war  in  Diensten  des  gelben  Kaisers  Meister  der
Pferde.  Später  ward  er  mehrmals  von  Krankheiten  befallen.  Ein  Drache
kam  aus  dem  Wasser  hervor  und  heilte  ihn.  Eines  Morgens  verschwand ­
  er  als  Unsterblicher.

Der  Königssohn  Kiao  ist  Tsin,  der  zurNachfolge  bestimmte  Sohn
des  Königs  Ling  von  Tscheu.  Er  blies  gern  die  Flöte  und  verfertigte
den  Gesang  des  Paradiesvogels.  Der  Fürst  von  Feu-khieu  traf  mit
ihm  zusammen,  und  er  bestieg  den  Berg  Sung.  Nach  dreissig  Jahren
verschwand  er  als  Unsterblicher.

Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LXI1I.  Bd.  II.  Hft.

17
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.