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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Taolehre  von  den  wahren  Menschen  und  den  Unsterblichen.

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an  den  Gürtel  zehn  kleine  Glocken.  Die  Glocken  waren  von  grüner
Farbe.  Es  waren  deren  auch  von  gelber  Farbe  dazwischen.  ZurLinken
befand  sich  an  dem  Gürtel  ein  Gehänge  von  Edetsteinen.  An  den
Fingern  trug  sie  goldene  Ringe.  Mit  weissen  Perlen  umwand  sie  die
Arme.  Sie  flocht  einen  Haarschopf,  der  sich  mitten  auf  dem  Scheitel
befand,  das  übrige  Haupthaar  liess  sie  bis  zu  dem  Gürtel  herabhängen. ­
  Ein  aufwartendes  Mädchen  war  hellroth  gekleidet  und  trug  an
dem  Gürtel  einen  grünen  buntschimmernden  Sack.  Derselbe  war
einen  Schuh  lang  und  mit  Büchern  gefüllt.  Die  Bücher  bestanden  aus
ungefähr  zehn  Rollen  mit  Umschlägen  aus  Edelstein.  An  der  Öffnung
des  Sackes  waren  die  eingegrabenen  Worte:  Sätze  des  wahren  Purpurnen, ­
  des  ursprünglichen  Mennigrothes  innerhalb  des  göttlichen
Leeren  des  Reinen  der  Edelsteine.  Ein  anderes  aufwartendes  Mädchen
war  roth  gekleidet  und  hielt  in  den  Händen  ein  Kästchen  von  weissem
Edelstein,  das  sie  an  einen  scharlachrothen  Gürtel  gebunden  hatte.
Beide  waren  siebzehn  bis  achtzehn  Jahre  alt.  Seit  dieser  Zeit  stieg
sie  mehrmals  hernieder,  übergab  Bücher  und  verfertigte  Gedichte.
Die  Überlieferungen  von  wahren  Menschen  sagen:
Der  Beflissene  Ma-ming  stammte  aus  Lin-thse  in  dem  Reiche  Tsi.
Sein  eigentlicher  Geschlechtsname  ist  Pi,  sein  Name  Ho,  sein  Jünglingsname ­
  Kiün-hien.  Er  war  ein  Angestellter  desDistrictes  und  wurde
durch  einen  Räuber,  den  er  fing,  verwundet.  Er  begegnete  dem  Gebieter ­
  des  Ursprünglichen,  dem  grossen  Wahren,  der  ihm  Arznei
gab.  Er  wurde  sofort  hergestellt  und  folgte  ihm  in  eine  Felsenhöhle
des  Tai-schan  mit  goldenen  Betten,  Bänken  von  Edelstein,  seltenen
und  wunderbaren  Gegenständen,  wohin  die  Fussspuren  der  Menschen
nicht  reichen  konnten.  Er  diente  ihm  auch  mit  dem  grössten  Eifer.
Der  grosse  Wahre  übergab  ihm  jetzt  die  Arzneimittel  des  langen
Lebens  und  sprach:  Die  Arzneigaben,  die  ich  erhalten  habe,  sind  die
Stoffe  des  grossen  Einklangs,  des  Selbstthätigen,  die  Leibesfrucht
des  Drachen.  Dass  ich  sie  blos  übergebe,  ist  desswegen,  weil  die
wahren  Menschen  der  drei  Himmel  die  Anfänger  im  Lernen  nicht  belehren ­
  dürfen.  —  Später  folgte  Jener  dem  Frühgebornen  von  dem
Geschlechte  Ngan-khi  und  gebrauchte  Lockspeisen.  Er  verschwand
als  Unsterblicher  und  wurde  ein  wahrer  Mensch.  Von  den  vier  und
dreissig  Schülern  des  wahren  Menschen  von  dem  Geschlechte  Pei
lernten  achtzehn  den  Weg  des  Wahren.  Die  Übrigen  lernten  den  Weg
der  Unsterblichen.
            
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