Vedanta-sara.
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Vater von dem Opferer bei diesem Opfer nicht geschlagen? — Ferner
wenn für gestorbene Geschöpfe Manenopfer (srädd'am) Sättigung
bewirkt, so ist es unnütz für die hier verweilenden Geschöpfe Futter
zu bereiten. Wofern die Himmlischen droben satt würden durch Gaben,
warum wird von den Aufsehern der Götterspeise hier nichts
gespendet? — Derweil man lebt, lebe man lustig, Schulden machend,
schlürfe Butter; woher soll dem in Asche zerfallenen Leichnam eine
Wiederkehr kommen? Falls man aus dem Leibe gefahren zur andern
Welt überginge: warum kommt man, von Liebe zu den Verwandten
gerührt, nicht manchmal wieder? — Und daher sind ein Erwerbsmittel
von ßrahmanen erfunden, die Todtenceremonien, nichts anders
ist daran zu finden. — Die drei Verfasser der Vedas waren Gaukler,
Schurken, Finsterlinge (oder die Verfasser des Veda waren drei:
ein Gaukler, ein Schurke, ein Finsterling (nisacara); Kauderwelsch
und Larifari u. s. w. ist der Gelehrten Traditionsgerede). Eine hier
folgende Obscönität, in 3 Zeilen, ist nicht übersetzt, darum gefällt es,
um der vielen lebenden Geschöpfe Zufriedenheit willen müsse man
zur Cärväka-Lehre seine Zuflucht nehmen.“
Dieselben Ansichten finden sich auch in dem philosophischen
Drama „Prabod'a-Candrodaya“, dessen Verfasser Krsna Misra als
Vedäntist sie aufs entschiedenste bekämpft.
5. Baudd'a, Buddhist; die Buddhisten zerfallen in vierSecten:
1. die mäd'yamikas, welche behaupten, dass alles leer ist, (sarva
sünya), — 2. Die yogacaras glauben dasselbe und nehmen nur innere
Empfindung oder Erkenntniss (vigriäna) aus; sie behaupten das ewige
Bestehen der bewussten Empfindung, — 3. die Sauträntika nehmen
das Dasein äusserer Gegenstände und innerer Empfindungen an;
jene werden durch die Sinne wahrgenommen, diese durch Raisonnement
gefolgert, — 4. die VaiBasika nehmen eine vermittelte Wahrnehmung
der äussern Gegenstände an, welche sich in Bildern oder
ähnlichen Formen dem Geiste vorstellen; sie behaupten, dass Gegenstände
nur gefolgert nicht wirklich wahrgenommen werden. Colebrooke
bemerkt, dass diese Spaltung der Buddhisten in vier Secten
schon vor Saiikara Acärya (also vor dem 8. Jahrhundert nach Christo)
eingetreten sei, da er sie sämmtlich anführe. Sie muss sogar schon
vor Abfassung der Brahma-Sütras bestanden haben, da wenigstens
zwei jener Secten einzeln widerlegt werden.