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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 63. Band, (Jahrgang 1869)

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P  o  1  e  j

26,  Mahaväkya.  27,  Gopdlatapana.  28,  Krsna.  29,  Hayagrfva,
30,  Dattätreya.  31,  Gäruda;  ist:  „0  Götter,  mögen  wir  heilbringende ­
  Worte  vernehmen  mit  unsern  Ohren“  u.  s.  w.

Mehrere  der  wichtigsten  Upanisads  sind  schon  in  Text  und
Übersetzung  erschienen.  Von  vielen,  die  noch  nicht  herausgegebea
worden  sind,  hat  Web  er  in  seinen  so  werthvollen  „Indischen  Studien“
sehr  sorgfältige  und  lehrreiche  Analysen  gegeben,  auf  die  wir  verweisen. ­


2.  Das  Wort  guna  wird  gewöhnlich  übersetzt  mit  „Eigenschaft“, ­
  passender  aber  mit  „Grad  materieller  Existenz“;  guna  ist
gleichfalls  hier  im  Text  nicht  eine  Eigenschaft  des  Dinges  ohne
Bewusstsein,  sondern  die  drei  guna  bilden  sein  wirkliches  Wesen.
Eine  guna  kann  folglich,  da  sie  die  Quelle  aller  abgeleiteten  materiellen ­
  Existenz  ist,  nur  durch  ihre  Wirkungen  erklärt  werden.
Lassen  gibt  diese  drei  modi  der  Existenz  mit  -essentia,  impetus  und
caligo.  Colebrooke  sagt  darüber  Folgendes  (Mise.  Ess.  p.  1S9):  das
Sankhya,  so  wie  andere  philosophische  Systeme,  beschäftigen  sich
viel  mit  Betrachtung  der  drei  guna  oder  Eigenschaften,  wenn  in  der
That  „Eigenschaft“  die  richtige  Bedeutung  des  Wortes  ist,  denn
nach  dem  Scholiasten  des  Kapila  bedeutet  es  nicht  Eigenschaft,  sondern ­
  Wesenheit  oder  Substanz,  eine  Modification  (modus),  welche
die  Seele  fesselt,  dies  stimmt  mit  einer  andern  Bedeutung  des  Wortes
guna  „Fessel“,  „Strick“.  Die  erste  und  höchste  der  drei  guna  ist
„Güte“  (sattva).  Sie  erleichtert,  erhellt,  ist  von  Vergnügen  und
Glück  begleitet,  und  Tugend  ist  in  ihr  vorherrschend.  Sie  ist  im
Feuer  überwiegend,  wesshalb  auch  die  Flamme  und  die  Funken  nach
oben  steigen.  Wenn  sie  im  Menschen  reichlich  vorhanden  ist,  wie
dies  bei  Wesen  einer  hohem  Ordnung  sich  zeigt,  so  ist  sie  die  Ursache ­
  der  Tugend.  —  Die  zweite  oder  mittlere  guna  ist  ragas  oder
tegas,  „Leidenschaft,  Unreinheit“.  Sie  ist  thätig,  drängend  veränderlich, ­
  von  Übel  und  Elend  begleitet.  In  der  Luft  ist  sie  vorherrschend,
weshalb  der  Wind  sich  zur  Quere  bewegt.  In  lebenden  Wesen  ist
sie  die  Ursache  des  Lasters.  —  Die  dritte  und  unterste  guna  ist  tamas,
„Finsterniss“,  sie  ist  schwer  und  verhindernd,  von  Kummer,  Trägheit ­
  und  Täuschung  begleitet.  Sie  ist  vorherrschend  in  der  Erde  und
            
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