Keltische Forschungen.
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Judinga ssee. 8. Polypt. Irm. 80, 21 *),
der irische Name JudeUa (soror S. Oronani) Vita S. Cronani
c. I. Boll. AS. 1. Jan. p. 47,
die kymrischen Namen:
Judocns (St.) a. 563. Chron. Sax ad. 903 nota b,
Judo», Judic Lib. Landav. 71. 140,
die armorischen Namen:
Judocus (St. regis Britannor. iil.) a. 654. Ann. Laub. Mon.
Germ. 6, 11 J ),
Judon a. 863. Cart. de Redon n. 190 a).
Die Erklärung dieser Namen unterliegt einer besonderen
Schwierigkeit.
Pictet, der in den Or. Ind.-Eur. 2 p. 190, 4 den kymrischen
Namen Judnerth Cod. Lichfeld. im Lib. Landav. 273, dann die
armorischen Namen Judwallon a. 797. n. 191, Judlowen a. 869.
n. 241 im Cart. de Redon ins Auge fasst, verweiset zur Erklärung
des in diesen Namen erscheinenden Wortes iud auf irisch iodhnn
arma, iodhnach bellicosus, iodhlan bellator, heros und vergleicht
sansk. yuddha, yudhma pugna, gebildet aus yüdh certare.
Dieser Ansicht gegenüber, die vielleicht dem Verständniss der
vorher angeführten Namen Judo, Judan, Judit, Judinta, Judinga,
günstig ist, möchte ich bezüglich der Namen Judnerth. Judwallon,
Judlowen und anderer, welche iud als erstes Compositionsglied
zeigen, auf eine andere Erklärungsweise aufmerksam machen, welche,
wenn auch nicht bei allen, doch bei einigen Beispielen, die hier nachfolgen,
Zustimmung finden dürfte.
Es trägt sich nämlich, ob nicht in vielen mit «Wanlautenden Namen
die Präposition ud (irisch ud-mall velox neben ad-mall, Lhuyd 170,
Udh-nochtadh St. Mart. Dungal. Aug. 9, kymr. arnior. ud, ut, uz —
skr. ut sursum, Pictet, L'affin. p. 87. 88) mit prosthetischem j
vorliege. Ich verweise auf
Jodacrm (mon.) a. 880. Beyer, Mittelrhein. Urkdb. 1 n. 811
neben Odacrus (vinea Odaeri) a. 757. Schannat n. 9, Hodacro, Ho-*)
Wegen -ing siehe Zeuss p. 756. 805.
2 ) Vgl. auch Judoco Navet a. 1278. Cart. Paris, n. 297 p. 105, dann Madocus, Ingenocus,
Winnocus, Quadonocus ssec. 8. Cart. Sith. p. 37 n. 16 und Zeuss p. 774. 816.
3 ) Judonus a. 797. 801. Laeoinbl. n. 9. 20. Siehe Zeuss p. 791.
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