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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Ber.  üb.  d.  in  Vorarlberg-  ang-estellten  Weisthümer-Forschuiigen.

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3.  Uhrthel  Sanct  Goroldischer  coramission  contra  die  von
Ägtawald  von  Ranckweii,  vom  21.  februarii  anno  1612“.  Diese  Urkunde ­
  ist  hier  aus  dem  Grunde  zu  erwähnen,  weil  in  derselben
einzelne  Privilegien  wörtlich  aufgenommen  sind;  z.  B.  „Diss  seind
die  recht,  die  dess  gottshauss  zue  Friesen  *)  angehörendt“  etc.  1377.
Pergamenthandschrift  in  Fol.
4.  Mehrere  Bestätigungen  aller  Privilegien  und  Freiheiten,  die
älteste  von  Herzog  Sigmund  im  J.  1489.
Auf  der  andern  Seite  der  Frutz  liegt  das  Dorf  Sulz,  wonach
das  alte  Gericht  Sulz  benannt  wurde,  das  von  dem  in  Rankweil
theilweise  abgesondert  war.  Vielleicht  dürfte  hier  noch  etwas  für
unsere  Zwecke  liegen;  leider  aber  war  der  Gemeindevorstand  nicht
zu  treffen.  In  Röthis,  das  unmittelbar  an  Sulz  stösst,  fand  sich  das
Bruchstück  eines  Weisthums.
„Copia  extractus  des  original  briefs  zwing  und  bahn  betreffend,
dat.  2.  Mai  1633“.
„Zum  zwölften  sollen  die  von  Sulz  vom  bolz  auf  dem  Schüz  aleinig
  das  von  sich  selbst  oder  vom  luf't  umgefallen  bolz,  oder  was  die
ungehorsamen  unwissendt  umbhauen,  zu  verkaufen  macht  haben“  etc.
Papierblatt  in  Fol.
In  Weiler  fand  ich  zwei  Gemeindeordnungen:
1.  „Gemeinde  Ordnung  Sulz,  Zwüschenwasser  und  Weyler“.
  1760.
Papier,  9  Blätter  in  Fol.
2.  Gemeindts  Ordnung  der  gemeindt  Weiller“.
Papier,  18.  Jahrh.  2  Blätter  in  Fol.
In  Klaus  war  nichts  vorhanden.
Im  Gemeindearchive  von  Götzis  fand  sich  ebenfalls  kein  Weisthum ­
  vor,  doch  liegt  dort  die
„Wald  Ordnung  der  gerichteren  Ranckhweill  und  Sulz  der
herrschaft  Yeldtkirch,  dat.  23.  Sept.  anno  1741“.
Papier,  18  Blätter  in  Fol.
Ich  bog  nun  von  der  Landstrasse  ab,  und  ging  nach  Ko  bl  ach,
das  mit  dem  Schlosse  Neuburg  ein  eigenes  Gericht  bildete;  doch
war  in  der  dortigen  Gemeindelade  nichts  vorhanden.  (Siehe  oben
bei  Rankweil.)

3*

*)  Die  Probstei  St.  Gerold  im  Walserthale.
            
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