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W i e s e r
voglrecht sovil schmalz und käs, als sie ains tags machen mag, alls
das von alter herkhomen“ etc.
„Todtfäl zu Sonnenberg“.
„Item alle die, so in die herrschaft Sonnenberg gehörig, sein
die todtfähl der herrschaft schuldig zu geben, das best ross oder
haubt vieli oder kiie, so ainer nach seinen tod hinder im verlast, wie
das von alter herkhomen ist, und bisshero der brauch gewesen“ etc.
„Frävel und buessen“.
„Item fahl, geläss und grosse frävel gehören der hersehaft zu,
wie das von alter herkhomen, und ist ain grosser frävel zu Sonnenberg
zehen pfund pfening, und ain klainer frävel drei pfund
pfening“ etc.
„Hernachvolgende fräfel gehören auch der herrschaft zue, namblich
da sich ainer vor gerichtaussklagen lass, würde abgestrafft p. 3 filtern
ain wurf, warum es seie, wann ainer getroffen, p. 3 ft.
Wann ainer hardt geschediget wäre, hat die obrigkhait macht,
nach gestalt der sacbe höher zue straffen. Da ainer würft und fählt,
ist die straf doppelt“ etc.
„Geschwornen verhör zue Sonnenberg“ etc. etc.
Von Bludenz aus machte ich noch einige Ausflüge in die umliegenden
Ortschaften.
In Bürs fand ich eine Gemeinde-Ordnung, gegeben 1698 unter
Kaiser Leopold 1. Pergament, 9 Blätter in Folio.
„Zu wissen, demnach sich eine zeit hero in der gemaindt Bürss
bei dennen geschwornen und zueziigen allzu nache und ville freundt
und schwagerschaften, und mit hin aine partheilichkhaiten, zuemahlen
auch verschidene missgebreich einschleichen wollen, warab
aber der gemain mann ain zimbliches missgefallen verfüren lassen,
und damit aber alle unfreundtlichkhait in Zeiten vorgebogen und die
alte verständtnus auch das gemaine weesen in guetem rhuestandt
erhalten werden möge, hat man für guet angesehen, aine bessere
Ordnung, alls bis an hero bescheclien, ein zufiehren, wie volgt“.
Am Schlüsse folgen noch 2 Zusätze vom J. 1732 und 1733.
In der Gemeindelade von Sehr uns liegt:
1. Ein Exemplar der Montavoner Landesordnung, und zwar
die Redaction, die unter dem Vorsitze Hector's von Ramschwag, des
Vogtes der Herrschaft Bludenz, vorgenommen und am 3. Jänner
1601 von K. Rudolf II. bestätiget wurde.