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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

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Z  i  n  g  e  r  1  e

ist.  Von  erst  stet  unser  Öffnung,  das  unser  stat  gericht  gelangt  und
get  hinauf  in  Hettinger  gassen  untz  auf  den  markstain“  ete.
Schluss:
Bl.  23\  „Mer  öffnen  und  vermelden,  wer  swein  in  der  stat  oder
ausser  in  dem  burgfrid  hat,  der  oder  die  selben  sullen  die  lassen
ringlen,  damit  das  niemand  in  medern  noch  anderer  schaden  von
in  beschäch.  Wer  si  aber  darüber  für  den  hirten  trib  und  nicht
geringelt  hiet,  der  oder  die  selben  sol  ain  statrichter  zu  stund  lassen
plienten  umb  sechs  Kreuzer“.  Die  Aufzeichnung  dieser  Ehehaft  gehört
dem  13.  Jahrhundert  an.
In  der  Gemeindelade  des  Dorfes  Köttingen  befindet  sich  eine:
„Hetinger  Veldöffnung“.  Pergament,  12  Blätter  in  4«  v.  Jahre  1643.
Bl.  2“.  „Khundt  und  zu  wissen  der  von  Heting,  im  landtgericht
Sonnenburg  gelegen,  veldöflfnung  irer  alten  langwirigen  gebreichen,
herkhomen,  rechten  und  gerechtigkheiten“  etc.
Bl.  2 b .  „Erstlichen  solle  albegen  auf  ainen  ieden  sanct  Geörgentag
  der  Herr  Landtrichter  zu  Sonnenburg  oder  ainer  an  dessen  stat
geen  Heting  auf  die  Stadlhofstat  khomen  und  daselbst  bei  der  Veldöffnung ­
  sitzen  und  sein.  Davon  ist  man  ime  auf  denselben  Tag  schuldig ­
  das  Mal,  auch  seinem  Ross  die  Füeterung.  “
BI.  10 b .  „Beschechen  den  andern  Tag  Monats  Mai  im  seehzehenhundert
  finfundvierzigisten  Jahr.“
In  den  Dörfern  Willen  und  Mühlau  ergab  sich  keine  Ausbeute. ­
  Dagegen  war  Referent  so  glücklich,  in  Thaur  eine  „Abschrift
der  in  Dorf  Thaur  gebräuchigen  Dorfsvermeidung“,  Papier,  24  Blätter
in  Gross  4«  zu  finden.  Auf  dem  Titelblatte  steht  der  Beisatz  :  „ist  von
dem  Original  abgeschriben  worden  anno  1782,  welches  Original
anno  1460  beileiffig  ist  aufgesetzet  worden.“
Bl.  l b .  Vermerke  der  von  Thaur  Öffnung,  Vermeidung  und  altes
Herkommen,  so  man  zu  einem  ieden  May-ehehaft-täding  verkünden
und  öffnen  soll,  damit  sich  ain  ieder  vor  Bues  und  Schaden  wisse  zu
verhüten.  “
Bl.  2\  „Das  Gericht  Thaur  gehet  gegen  Insprugg  ober
Milau  enthalb  Profochnitz-Plaunötz  in  Tuftpach  untz  hinab  in  den
Inn“  etc.
Bl.  8 b .  „Vermerkt  die  Rinnen,  die  zu  dem  Dorfpach  gehören. ­
  “
Bl.  9 b .  „Vermerkt  die  Gatter,  so  um  das  Dorf  Thaur  ligend.“
            
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