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Stark
sind, aber zugleich auch Aufschluss über den Volksstamm, welcher
jene Gegenden bewohnte.
In unserem Codex zeigt die Mehrzahl der Ortsbenennungen die
römische Ableitung -iänus, -Anus, welcher gallisch -iäcum, -acurn
entspricht i), und zugleich das ergänzende Hauptwort locus, casale,
fundus, massa, mons 2 ).
Seltener sind die Bildungen mit:
-ari, wie Merolaria massa, Vincoriarius fundus,
-at, -et, wie Filinciati fundus, Montaniatus fundus s ), Lanieto
fundus 4 ),
-isc, wie Bulgarisca finis, Trifonisca fundus 5 ), und
die Deminutivbildungen mit
-eil, wie Ausianellus f., Demurellus f., Flavianellus f.,
-iol, wie Advenciola f„ Armentariola locus, Duliolus f., Falcariola
m„ Liscula f., Maceriola f. °), Praetuniolus f., Praeturiolus
f. 7 ), Puciolus f., Pulliolus f-, Saluciola sei. massa 8 ), Triviniolus f.,
-ul, wie Brutulo f. 9 ), Peritulo c„ Tusianulo f., Trentula f. 10 ).
Bei diesen Ableitungen insbesondere bei -ari, -at, -et und isc,
ist aber nicht mit Sicherheit zu schliessen, dass der Ortsname aus
einem Personennamen gebildet ist.
Auch die mit -it abgeleiteten Ortsbenennungen, wie Andito f.
85, 13, Albaritus f. 73, 6, Cornito f. 71, 27, Ornita f. 63, 6,
Solitcif. 67,11, Ulmita und Ulmitulo f. 37, 30. 84,10 sind vielleicht
ebenso wenig nach Personennamen gebildet, wie die mit -ic abge-*)
Vgl. W. Glück, die Risthümer Noricums. Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss.
Philos.-hist. CI. Bd. 17, p. 108—113.
2 ) In der folgenden Darstellung der Personennamen sind diese Wörter durch die
Anfangsbuchstaben bezeichnet.
3 ) Vgl. Montanianus fundus.
4 ) Uber die Ableitungen -ari, -ati, -eti in keltischen Ortsnamen siehe Zeuss p. 58.
742. 758.
5 ) Vgl. Zeuss. p. 775.
6 ) Vgl. Maceria fundus.
7 ) Vgl. Prosturio fundus.
8 ) Vgl. Salutis massa.
9 ) Vgl. Brutanus fundus.
10 ) Auch im Slavischen erscheinen Ortsnamen mit Deminutivsufixen gebildet. Vgl.
Fr. R. v. Miklosich 1. c. p. 5.