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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schö’s.

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Menschen  seiner  Umgebung  getraute  sich  jetzt  Keiner,  wieder  von
der  Sache  zu  sprechen.

Lai-hi,  der  Anführer  der  Leibwächter  der  Mitte,  griff  Wangyuen
  und  Hoan-ngan  eilig  an.  Hoan-ngan  Hess  Lai-hi  durch  einen
Meuchelmörder  tödten.  Kung-sün-schö  liess  seinerseits  Tsin-peng
durch  einen  Meuchelmörder  tödten.  Im  zwölften  Jahre  des  Zeitraumes
Kien-wu  (36  n.  Chr.)  wurden  Kuei,  der  jüngere  Bruder,  und
Sse-hing,  der  Schwiegersohn  Kung-sün-schö’s,  durch  U-han,  den
grossen  Vorsteher  der  Pferde,  und  den  „die  Macht  stützenden“  Heerführer ­
  Tsang-kung  geschlagen  und  fielen  in  dem  Kampfe.  Seit  dieser
Zeit  wurden  die  Anführer  von  Furcht  erfasst  und  sagten  sich  Tag
und  Nacht  los.  Obgleich  Kung-sün-schö  Hinrichtung  und  Vernichtung
über  ihre  Häuser  verhängte,  war  er  nicht  im  Stande,  sie  zurückzuhalten. ­


Der  Kaiser  wollte  ernstlich,  dass  Kung-sün-schö  sich  ergebe.
Er  erliess  daher  eine  höchste  Verkündung,  in  der  er  ihm  meldete:
In  vergangenen  Jahren  habe  ich  die  Schrift  der  höchsten  Verkündung
eilig  herabgeschickt.  Ich  eröffnete  und  zeigte  Gnade  und  Vertrauen.
Mögest  du  nicht  desswegen  zweifeln,  weil  Wang-hin  und  Tsin-peng
dem  Verderben  anheimgefallen.  Wenn  du  dich  jetzt  rechtzeitig  hierher
begibst,  so  bleiben  dein  Haus  und  deine  Seitengeschlechter  unversehrt. ­
  Bist  du  im  Irrthum  und  erkennst  nicht,  so  Hissest  du  das
Fleisch  hinab  in  den  Rachen  des  Tigers.  Es  ist  schmerzlich!  Was
lässt  sich  thun?  Deine  Anführer  und  Häuptlinge  sind  herabgekommen
und  ermüdet.  Deine  Angestellten  und  Kriegsmänner  sehnen  sich  nach
Heimkehr,  sie  haben  keine  Freude  daran,  lange  Zeit  zusammengezogen ­
  zu  sein  und  zu  bewachen.  Die  Schrift  der  höchsten  Verkündung ­
  und  die  Aufzeichnungen  der  Hand  können  nicht  mehrmals  erlangt ­
  werden.  Ich,  der  Kaiser,  breche  mein  Wort  nicht.  —  Kungsün-schö
  war  schliesslich  gar  nicht  gesonnen,  sich  zu  ergeben.

Im  neunten  Monate  des  Jahres  schlug  U-han  wieder  q™
Sie-fung,  den  grossen  Vorsteher  der  Schaaren,  und  den  „den  Kinngu
  erfassenden“  Yuen-ke,  beide  im  Dienste  Kung-sünschö’s,
  und  erlangte  ihre  Häupter.  Die  Streitmacht  von  Han  beobachtete ­
  hierauf  Tsching-tu.  Kung-sün-schö  sprach  zu  Yen-tsin:  Was
soll  man  bei  der  Sache  thun?  —  Yen-tsin  sprach:  Die  Knaben
sollen  sterben.  Wenn  man  in  der  Mitte  des  Palastes  das  Leben

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