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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schÖ’s.

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ihnen  im  schnellen  Laufe  entgegen  auf  dem  Wege.  Jetzt  sind  die
hundert  Geschlechter  ohne  Schuld,  aber  Weiber  und  Kinder  werden
gebunden,  zu  Gefangenen  gemacht,  Häuser  und  Dächer  werden  verbrannt. ­
  Dies  sind  Räuber  und  Mörder,  es  ist  keine  Streitmacht  der
Gerechtigkeit.  Ich  möchte  bewahren  die  Provinz,  mich  vertheidigen
und  warten  auf  den  wahren  Gebieter.  Diejenigen  unter  euch,  welche
ihre  Kraft  vereinen  wollen,  mögen  sofort  bleiben.  Die  es  nicht  wollen,
mögen  sich  alsbald  entfernen.  —  Die  gewaltigen  und  hervorragenden ­
  Männer  schlugen  die  Häupter  an  den  Boden  und  riefen:  Wir
haben  den  Wunsch,  uns  dem  Tode  weihen  zu  dürfen.
Kung-sün-schö  hieß  hierauf  einen  Menschen  sich  fälschlich  für
einen  Gesandten  von  Han  ausgeben,  der,  aus  den  östlichen  Gegenden
angekommen,  Kung-sün-schö  das  an  dem  breiten  Bande  befestigte  Siegel ­
  eines  „das  Haus  Han  stützenden“  Heerführers,  eines  Statthalters
der  Provinz  Scho  und  zugleich  Landpflegers  von  Yl-tscbeu  einzuhändigen ­
  habe.  Er  wählte  jetzt  ungefähr  tausend  ausgezeichnete  Krieger ­
  aus  und  zog  mit  ihnen  zum  Angriffe  aufTsung-tsching  und  dessen
Genossen  nach  Westen.  Als  er  in  Tsching-tu  eintraf,  bestand  seine
Heeresmenge  aus  mehreren  tausend  Menschen.  Er  überfiel  sofort
Tsung-tsching  und  brachte  ihm  eine  grosse  Niederlage  bei.  ['/jlj  jiQ
Yuen-feu,  ein  Anführer  in  dem  Heere  Tsung-tsching’s,  tödtete  diesen
und  ergab  sich  mit  seiner  Heeresmenge  f )-Im
  Herbste  des  zweiten  Jahres  des  Zeitraumes  Keng-schi  (24  n.
Chr.)  schickte  Keng-schi  den  zum  Lehenslursten  von  Tsclni-kung 2 )
ernannten  Li-pao  und  (jj|  Tschang-tschung,  den
stechenden  Vermerker  von  Yl-tscheu,  mit  dem  Aufträge,  an  der  Spitze
von  zehntausend  Kriegern  in  Scho  und  Han  umherzuziehen.  Kungsün-schö,
  auf  die  steilen  Anhöhen  seines  Landes  und  auf  die  Anhänglichkeit ­
  der  Menge  sich  verlassend,  hatte  die  Absicht,  sich  selbst  einzusetzen. ­
  Er  liess  durch  seinen  jüngeren  Bruder  Kuei  die  Heerführer ­
  Li-pao  und  Tschang-tschung  in  Mien-tschö  3 )  angreifen.  Der-!
 )  Die  Geschichte  der  östlichen  Warte  sagt:  Yuen-feu  hatte  in  seiner  Eigenschaft
als  Ältester  eines  Blockhauses  von  Han-tschung  eine  Heeresmenge  gesammelt
und  sich  an  Tsung-tsching  ergehen.  Er  nannte  sich  einen  „das  Haus  Han  stützenden“
Heerführer.
2 )  Tschii-kung-heu,  der  die  Verdienste  gleich  einer  Säule  stützende  Lehensfürst.
Der  District  Mien-tschö  gehörte  zu  der  Provinz  Kuang-han  und  ist  der  spätere:
District  Yi-tscheu.
            
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