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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-scho’s.

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Balken  und  Schutzwehren  aufstellen.  Der  Kaiser  erkannte,  dass
Jener  niemals  sich  würde  verwenden  lassen,  und  er  wollte  ihn  demnach ­
  strafen.  Er  begab  sieb  sofort  im  Westen  nach  Tschang-ngan
und  entsandte  sieben  Heerführer,  unter  ihnen  den  „die  Macht  begründenden ­
  grossen“  Heerführer  Keng-yen,  mit  dem  Aufträge,  von
dem  Wege  nach  Lung  das  Land  Scho  anzugreifen.  Vorher  hiess  er
Lai-hi  ein  versiegeltes  Schreiben,  welches  die  Kundgebung  des
kaiserlichen  Willens  enthielt,  überreichen.  Wei-ngao  schöpfte  Argwohn ­
  und  fürchtete  sich.  Er  führte  die  Streitmacht  vorwärts  und
hiess  Wang-yuen  die  Bergtreppe  von  Lung  besetzen.  Er  liess  Bäume
fällen,  versperrte  die  Wege  und  entwarf  einen  Plan  zur  Tödtung
Lai-ln’s.  Dieser  fand  Mittel  zu  entkommen  und  kehrte  heim.  In  dem
Kampfe  mit  Wei-ngao  erlitten  die  Heerführer  des  Kaisers  eine
grosse  Niederlage,  und  Jeder  derselben  trat  den  Rückzug  an.  Weingao
  hiess  hierauf  Wang-yuen  und  Hang-siün  einen  Einfall  in  die
drei  stützenden  Provinzen  machen.  Der  „den  Westen  erobernde
grosse  Heerführer“  Fung-I,  der  „gegen  die  Gefangenen  (d.  i.  die
Hiung-nu’s)  Eroberungszüge  machende“  Heerführer  Tsi-tsün  und
Andere  grillen  diese  eingedrungene  Macht  mit  Heftigkeit  an  und
schlugen  sie.
Wei-ngao  brachte  jetzt  bei  Hofe  plumpe  Entschuldigungen  vor,
indem  er  sagte:  „Als  die  angestellten  Menschen  erfuhren,  dass  die
grosse  Streitmacht  plötzlich  eingetroffen,  waren  sie  erschrocken,
fürchteten  sich  und  kamen  zu  Hilfe.  Ich,  der  Diener  Ngao,  war  nicht
fähig,  es  zu  verbieten  und  Einhalt  zu  thun.  Als  die  Streitmacht  einen
grossen  Vortheil  davontrug,  wagte  ich  es  nicht,  abzuschaffen  die  Umschränkung ­
  des  Dieners  und  Sohnes.  Ich  selbst  betrieb  die  Verfolgung ­
  und  kehrte  zurück.  Einst  diente  Yü-schün  dem  Vater.  Wurde
er  mit  einem  grossen  Stocke  geschlagen,  so  entlief  er.  Wurde  er  mit
einem  kleinen  Stocke  geschlagen,  liess  er  es  sich  gefallen!).  Bin
ich  auch  nicht  scharfsinnig,  könnte  ich  es  wagen,  diese  Weise  zu
vergessen?  Jetzt  werden  meine  Dienste  geleistet  unserem  Hofe.  Beschenkt ­
  man  mich  mit  dem  Tode,  so  leide  ich  den  Tod.  Verhängt
man  über  mich  Strafe,  so  erleide  ich  die  Strafe.  Erlange  ich  sofort

bohrte  inan  Löcher  in  die  Felsen  und  bildete  aus  Balken  und  ßretern  hängende
Wege.
l)  In  den  Worten  der  Häuser  sagt  Khung-tse,  dass  dies  die  Worte  Tseng-tse's  seien.

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