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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schö’s.

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mein  und  Fahnen,  o  Heerführer,  mit  den  meinigen  sich  zusammenfinden. ­
  Gesetzt,  du  möchtest  thun  wie  ich  sage,  so  erlangt  man  den
Segen  des  Himmels.  Es  ist  dann  für  die  verständigen  Männer  der
Herbst  des  Berechnens  der  Verdienste,  des  Abschneidens  der  Erde  i).“
„Kuan-tschung  sagte:  Die  mir  das  Leben  gaben,  sind  Vater  und
Mutter.  Der  mich  vollendete,  ist  Pao-tse.  —  Von  nun  an  werde  ich
durch  Handschreiben  mit  dir  verkehren.  Ich  bedarf  nicht  des  vermittelnden ­
  Wortes  der  zu  Seite  stehenden  Menschen“.
Seit  dieser  Zeit  erwies  ihm  der  Kaiser  immer  grössere  Gnade.
Später  Hess  Kung-sün-schö  zu  wiederholten  Malen  Streitkräfte  nach
Han-tschung  ausziehen  und  schickte  einen  Gesandten,  der  Wei-ngao
das  an  dem  breiten  Bande  befestigte  Siegel  eines  Vorstehers  der
Räume  und  Königs  von  Fu-ngan  übergab.  Wei-ngao,  zwischen  dem  und
Küng-sün-schö  ein  Verhältniss  wie  zwischen  feindlichen  Reichen
bestand,  schämte  sich,  von  ihm  zum  Diener  gemacht  zu  werden.  Er
Hess  daher  den  Gesandten  enthaupten,  schickte  die  Streitmacht  aus
und  griff  Kung-sün-schö  an.  Er  schlug  dessen  Kriegsheer  in  mehreren ­
  einander  folgenden  Kämpfen,  aus  welchem  Grunde  die  Streitmacht ­
  von  Scho  nicht  wieder  nach  Norden  auszog.
Um  die  Zeit  richteten  die  Anführer  des  Landes  innerhalb  des
Grenzpasses  mehrmals  an  den  Kaiser  Schreiben,  in  welchen  sie  die
Möglichkeit  eines  Angriffes  auf  Scho  besprachen.  Der  Kaiser  zeigte
diese  Schreiben  Wei-ngao  und  beauftragte  ihn  bei  diesem  Anlasse,
über  Scho  Strafe  zu  verhängen.  Er  wollte  dadurch  dessen  Treue  erproben. ­
  Wei-ngao  schickte  den  ältesten  Vermerken  an  den  Kaiser
mit  einem  Schreiben,  worin  er  weitläufig  auseinandersetzte,  dass  die
drei  stützenden  Provinzen  vereinzelt  und  schwach  seien,  dass  Lieuwen-pe
  2 )  an  den  Grenzen  stehe  und  dass  es  noch  nicht  angemessen
sei,  gegen  Schö  Anschläge  zu  machen.  Der  Kaiser  erkannte,  dass
Wei-ngao  es  mit  beiden  Theilen  halten  wolle  und  die  Einigung  der
Welt  nicht  wünsche.  Er  liess  es  daher  ihm  gegenüber  allmählig  an
Ehrenbezeigungen  fehlen  und  achtete  genau  auf  das  Verhältniss
zwischen  Gebieter  und  Diener.
Wei-ngao  war  einst  mit|^  ^J^Lai-hiund^f;-  FLjMa-yuen  auf
gutem  Fasse  gestanden.  Der  Kaiser  hiess  daher  mehrmals  diese  bei-1
 )  Der  Herbst  ist  die  Zeit,  in  welcher  man  sich  die  Verdienste  eines  Jahres  erworben ­
  hat.
2 )  Lu-fang-,  der  sich  für  Lieu-wen-pe,  einen  Urenkel  des  Kaisers  Wu,  ausgab.
            
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