Die Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schö’s.
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mein und Fahnen, o Heerführer, mit den meinigen sich zusammenfinden.
Gesetzt, du möchtest thun wie ich sage, so erlangt man den
Segen des Himmels. Es ist dann für die verständigen Männer der
Herbst des Berechnens der Verdienste, des Abschneidens der Erde i).“
„Kuan-tschung sagte: Die mir das Leben gaben, sind Vater und
Mutter. Der mich vollendete, ist Pao-tse. — Von nun an werde ich
durch Handschreiben mit dir verkehren. Ich bedarf nicht des vermittelnden
Wortes der zu Seite stehenden Menschen“.
Seit dieser Zeit erwies ihm der Kaiser immer grössere Gnade.
Später Hess Kung-sün-schö zu wiederholten Malen Streitkräfte nach
Han-tschung ausziehen und schickte einen Gesandten, der Wei-ngao
das an dem breiten Bande befestigte Siegel eines Vorstehers der
Räume und Königs von Fu-ngan übergab. Wei-ngao, zwischen dem und
Küng-sün-schö ein Verhältniss wie zwischen feindlichen Reichen
bestand, schämte sich, von ihm zum Diener gemacht zu werden. Er
Hess daher den Gesandten enthaupten, schickte die Streitmacht aus
und griff Kung-sün-schö an. Er schlug dessen Kriegsheer in mehreren
einander folgenden Kämpfen, aus welchem Grunde die Streitmacht
von Scho nicht wieder nach Norden auszog.
Um die Zeit richteten die Anführer des Landes innerhalb des
Grenzpasses mehrmals an den Kaiser Schreiben, in welchen sie die
Möglichkeit eines Angriffes auf Scho besprachen. Der Kaiser zeigte
diese Schreiben Wei-ngao und beauftragte ihn bei diesem Anlasse,
über Scho Strafe zu verhängen. Er wollte dadurch dessen Treue erproben.
Wei-ngao schickte den ältesten Vermerken an den Kaiser
mit einem Schreiben, worin er weitläufig auseinandersetzte, dass die
drei stützenden Provinzen vereinzelt und schwach seien, dass Lieuwen-pe
2 ) an den Grenzen stehe und dass es noch nicht angemessen
sei, gegen Schö Anschläge zu machen. Der Kaiser erkannte, dass
Wei-ngao es mit beiden Theilen halten wolle und die Einigung der
Welt nicht wünsche. Er liess es daher ihm gegenüber allmählig an
Ehrenbezeigungen fehlen und achtete genau auf das Verhältniss
zwischen Gebieter und Diener.
Wei-ngao war einst mit|^ ^J^Lai-hiund^f;- FLjMa-yuen auf
gutem Fasse gestanden. Der Kaiser hiess daher mehrmals diese bei-1
) Der Herbst ist die Zeit, in welcher man sich die Verdienste eines Jahres erworben
hat.
2 ) Lu-fang-, der sich für Lieu-wen-pe, einen Urenkel des Kaisers Wu, ausgab.