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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schö’s.

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Wei-ngao  sprach  mit  Keng-schi  und  rieth  ihm,  die  Lenkung  an
j^Liang,  den  Vaterbruder  Kuang-wu’s  und  einen  der  dreierlei  Greise
des  Reiches,  abzutreten.  Keng-schi  gab  kein  Gehör,  worauf  die  Heerführer ­
  gesonnen  waren,  Keng-schi  zu  bedrohen  und  sich  im  Osten
dem  Kaiser  zuzuwenden.  Auch  Wei-ngao  nahm  an  der  Verschwörung
Th  eil.  Die  Sache  wurde  entdeckt  und  Keng-schi  liess  Wei-ngao
durch  einen  Abgesandten  vorladen.  Wei-ngao  schützte  eine  Krankheit ­
  vor  und  erschien  nicht.  Er  versammelte  seine  Gäste  ~p
Wang-tsün,  Tseheu-tsung  nebst  Anderen,  führte  eine  Streitmacht
herbei  und  verwahrte  sich.
Keng-schi  gab  dem  „den  Kin-ngu  erfassenden  Q“^J^Tenghoa
  den  Auftrag,  an  der  Spitze  einer  Streitmacht  Wei-ngao  einzuschliessen.
  Dieser  versperrte  die  Thore  und  vertheidigte  sich.  Als  es
Abend  wurde,  liess  man  von  der  Einschliessung  ab.  Wei-ngao  durchhieb ­
  mit  einigen  zehn  Reitern  in  der  Nacht  die  Riegel  des  Thores
Ping-tsching 2 ),  zog  fort  und  kehrte  nach  Thien-schui  zurück.  Daselbst ­
  sammelte  er  wieder  seine  Heeresmenge,  setzte-  sich  auf  dem
alten  Gebiete  fest  und  nannte  sich  den  obersten  Heerführer  des
westlichen  Landstrichs.  Nach  der  Niederlage  Keng-schi's  flohen  die
Greise,  die  Kriegsmänner  und  grossen  Würdenträger  der  drei  stützenden ­
  Provinzen  zu  Wei-ngao.
Wei-ngao  war  von  Gemiithsart  bescheiden,  ehrerbietig,  für
die  vorzüglichen  Männer  eingenommen  und  gegen  sie  unterwürfig.
Er  zog  diejenigen  zu  sich  heran,  mit  denen  er  in  minder  glücklichen
Tagen  verbunden  gewesen  war.  Er  ernannte  Kö-kung  aus
Tschang-ngan,  den  früheren  in  Diensten  Wang-mang's  stehenden
Ta-yün  von  Ping-ho  s),  zu  einem  dem  freien  Felde 4 )  Vorgesetzten
Grossen.
^gfFan-siün  von  Ping-ling  wurde  Lehrmeister  und  Freund.
fH  JjTschao-ping,

Ej^Su-heng  un

Tsching-hing

*)  Dieser  Angestellte  erfasste  bei  der  Ausfahrt  des  Himmelssohnes  das  Bild  des  Vogels
Kin-ngu.  wodurch  er  ungewöhnlichen  Ereignissen  entgegentrat.
s )  Nach  den  Grundrissen  der  drei  stutzenden  Provinzen  ist  dieses  das  westliche  Thor
an  der  Südseite  der  Feste  von  Tschang-ngan.
3 )  Wang-mang  hatte  den  Namen  der  Provinz  Tsing-ho  in  Ping-ho  verändert.
4 )  Was  von  der  Feste  des  Himmelssohnes  zwei  bis  dreihundert  Weglängeu  entfernt  ist
heisst  das  freie  Feld.

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