Die Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schö’s.
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Wei-ngao sprach mit Keng-schi und rieth ihm, die Lenkung an
j^Liang, den Vaterbruder Kuang-wu’s und einen der dreierlei Greise
des Reiches, abzutreten. Keng-schi gab kein Gehör, worauf die Heerführer
gesonnen waren, Keng-schi zu bedrohen und sich im Osten
dem Kaiser zuzuwenden. Auch Wei-ngao nahm an der Verschwörung
Th eil. Die Sache wurde entdeckt und Keng-schi liess Wei-ngao
durch einen Abgesandten vorladen. Wei-ngao schützte eine Krankheit
vor und erschien nicht. Er versammelte seine Gäste ~p
Wang-tsün, Tseheu-tsung nebst Anderen, führte eine Streitmacht
herbei und verwahrte sich.
Keng-schi gab dem „den Kin-ngu erfassenden Q“^J^Tenghoa
den Auftrag, an der Spitze einer Streitmacht Wei-ngao einzuschliessen.
Dieser versperrte die Thore und vertheidigte sich. Als es
Abend wurde, liess man von der Einschliessung ab. Wei-ngao durchhieb
mit einigen zehn Reitern in der Nacht die Riegel des Thores
Ping-tsching 2 ), zog fort und kehrte nach Thien-schui zurück. Daselbst
sammelte er wieder seine Heeresmenge, setzte- sich auf dem
alten Gebiete fest und nannte sich den obersten Heerführer des
westlichen Landstrichs. Nach der Niederlage Keng-schi's flohen die
Greise, die Kriegsmänner und grossen Würdenträger der drei stützenden
Provinzen zu Wei-ngao.
Wei-ngao war von Gemiithsart bescheiden, ehrerbietig, für
die vorzüglichen Männer eingenommen und gegen sie unterwürfig.
Er zog diejenigen zu sich heran, mit denen er in minder glücklichen
Tagen verbunden gewesen war. Er ernannte Kö-kung aus
Tschang-ngan, den früheren in Diensten Wang-mang's stehenden
Ta-yün von Ping-ho s), zu einem dem freien Felde 4 ) Vorgesetzten
Grossen.
^gfFan-siün von Ping-ling wurde Lehrmeister und Freund.
fH JjTschao-ping,
Ej^Su-heng un
Tsching-hing
*) Dieser Angestellte erfasste bei der Ausfahrt des Himmelssohnes das Bild des Vogels
Kin-ngu. wodurch er ungewöhnlichen Ereignissen entgegentrat.
s ) Nach den Grundrissen der drei stutzenden Provinzen ist dieses das westliche Thor
an der Südseite der Feste von Tschang-ngan.
3 ) Wang-mang hatte den Namen der Provinz Tsing-ho in Ping-ho verändert.
4 ) Was von der Feste des Himmelssohnes zwei bis dreihundert Weglängeu entfernt ist
heisst das freie Feld.
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