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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

schiß’  auf  den  fünf  Seen  i)?  Der  Mutterbruder  Fan  entschuldigte  seine
Verbrechen  gegenüber  dem  Fürsten  Wen  und  weilte  ebenfalls  unschlüssig ­
  an  den  Ufern  des  Flusses a ).  Wenn  die  Weisheit  dieser  zwei
Männer,  die  auf  Inschriften  gepriesen  werden  in  den  beiden  Reichen,
noch  immer  tilgte  die  Fussspuren,  zurückkam  auf  die  Irrthümer,  erbat
den  höchsten  Befehl,  bettelte  um  den  Leib,  so  ist  dies  für  mich  Wang,
der  ich  keine  Tliaten  verrichtet  habe,  nur  angemessen
„Ich  Wang  habe  gehört,  dass  in  U-schi 3 )  der  Berg  Lung-tschi
liegt.  Schmale  Fusssteige  bewerkstelligen  die  Verbindung  im  Süden
und  bringen  ihn  in  Zusammenhang  mit  Han.  Zu  ihrer  Seite  lebt  um
die  Zeit  ein  wunderbarer  Mensch.  Sobald  ich  ein  wenig  Müsse  erlange, ­
  werde  ich  weithin  suchen  nach  der  Wahrheit.  Mögen  die
Heerführer  sich  diess  angelegen  sein  lassen!“
Als  Wei-ngao  mit  seinen  Genossen  jetzt  in  Tschang-ngan  eintraf, ­
  ernannte  ihn  Keng-schi  zu  einem  Heerführer  der  Rechten.  Weithsui
  und  Wei-I  erhielten  ihren  früheren  Titel.  Im  Winter  desselben ­
  Jahres  verschworen  sich  Wei-tlisui  und  Wei-I  zum  Abfall  und
waren  gesonnen,  heimzukehren.  Wei-ngao  fürchtete,  in  Unglück  zu
gerathen  und  zeigte  die  Sache  sofort  an.  Wei-thsui  und  Wei-I  wurden ­
  hingerichtet.  Keng-schi  war  von  der  Redlichkeit  Wei-ngao’s  gerührt ­
  und  ernannte  ihn  zu  einem  die  Stelle  eines  kaiserlichen  Vermerkers
  bekleidenden  Grossen.
Im  Sommer  des  nächsten  Jahres  (25  n.  Chr.)  drangen  die
rothen  Augenbrauen  durch  den  Grenzpass,  und  in  den  drei  stützenden
Provinzen  herrschten  Unordnung  und  Verwirrung.  Da  verlautete,  dass
Kuang-wu  im  Norden  des  Flusses  zur  Kaiserwürde  gelangt  sei.

1 )  Ein  Seitenschiff  ist  ein  einzelnes  Schiff.  Nachdem  Fan-li  in  Gemeinschaft  mit
Keu-tsien  das  Reich  U  vernichtet  hatte,  nahm  er  von  Keu-tsien  in  einem  Schreiben
Abschied  und  schiffte  sich  auf  dem  Meere  ein.
a )  Als  Tschung-ui,  Fürstensohn  von  Tsin,  auf  der  Rückkehr  in  sein  Reich  begriffen,
zu  dem  gelben  Flusse  gelangte,  übergab  ihm  Tse-fan  eine  Rundtafel  mit  den  Worten ­
  :  Ich  trug  auf  dem  Rücken  die  Halfter,  folgte  dem  Gebieter  und  wandelte  umher ­
  in  der  Welt.  Meiner  Yerbrecheu  sind  viele.  Mir  schon  ist  dieses  bekannt,  um
wieviel  mehr  dem  Gebieter?  Ich  bitte,  aus  diesem  Grunde  wegziehen  zu  dürfen.  —
Der  Fürstensohn  sprach:  Wenn  ich  mit  dem  Manne  des  Geschlechtes  des  Mutterbruders ­
  nicht  gleichen  Sinnes  bin,  so  sei  es  wie  bei  dem  weissen  Wasser.
3 )  Der  District  U-schi  (das  Geschlecht  des  Raben),  in  welchem  der  Berg  Lung-tschi
(der  Drachenteich)  lag,  gehörte  zu  der  Provinz  Ngan-ting.  Die  alte  Feste  desselben ­
  befand  sich  in  dem  späteren  Districte  Ngan-ting  in  King-tscheu.
            
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