Die Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schö’s.
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und Güter werden jährlich erneuert Die Angestellten und das Volk
geriethen in Verwirrung, sie wussten nicht, wornach sie sich richten
sollten. Die Kaufleute und Reisenden geriethen in Verlegenheit, sie
riefen laut und weinten auf den Wegen der Märkte.“
„Er schuf die sechs Gesammtleitungen 2 ). Er vermehrte und
vervielfältigte die Abgaben und Einsammlungen. Er schneidet und
schält die hundert Geschlechter. Er bezieht in grossem Massstabe
den Unterhalt. Die Päcke und Umschläge wandeln umher wie ein
Strom, die Güter gelangen zwischen die Seitenhölzer der öffentlichen
Wagen 3 ). Höhere und Niedere sind begierig nach Geschenken, sie
massregeln und beaufsichtigen sich gegenseitig nicht. Die Menschen
des Volkes wurden angeklagt, sie hielten unter den Armen Kupferasche
und verfielen den Obrigkeiten der Weingefässe 4 ). Die Straf-*)
Das Volk fand damals die fünf Candarin wiegenden Kupfermünzen von Han bequem.
Da die Kupfermüuzen Wang-mang’s grösser oder kleiner waren, konnte man nicht
wissen, welche von beiden Gattungen gemeint sei. Man handelte und kaufte daher
insgeheim mit den fünf Candarin wiegenden Kupfermünzen. Wang-mang war
hierüber ungehalten. Er liess eine Schrift herabgelangen, welche den Gebrauch
der fünf Candarin wiegenden Kupfermünzen als eine Unterlassung erklärte. Wer
dieser Anordnung zuwiderhandelte, sollte nach den auswärtigen Gegenden verbannt
werden.
2 ) Wang-mang erliess den Befehl der sechs Gesammtleitungen (lö-kuan, eigentlich :
sechs Röhre.) Dies bezog auf die folgenden sechs Gegenstände: den Verkauf
des Weines, den Verkauf des Salzes, eiserne Geräthe, das Giessen der Kupfermünzen,
die namhaften Berge, die grossen Sümpfe. Die Obrigkeiten der Districte
wurden angewiesen, sich mit den Abgaben von diesen Gegenständen zu befassen
und deren Erträgnisse einzusammeln.
8 ) Wang-mang befahl den sieben Fürsten, den sechs Reichsministern und den mit
verschiedenen Namen bezeichneten Heerführern, sich in die grossen Provinzen
zu theilen und diese niederzuhalten. Die genannten Würdenträger Hessen in den
auswärtigen Gegenden Schleichhandel treiben, und hielten mit den Waaren einen
Markt. Dabei plünderten sie, ohne wählerisch zu sein, die hundert Geschlechter
des Volkes.
Zu den Zeiten Wang-mang’s wurden die Länder im Osten des Grenzpasses von
grosser Hungersnoth und von Heuschreckenplage heimgesucht. Die Menschen
übertraten die Vorschriften hinsichtlich des Giessens der Kupfermünzen. Die
Genossenschaften von fünf Menschen wurden in Gemeinschaft angeklagt und zu
Sclaven der Obrigkeiten erklärt. Die Männer wurden in vergitterte Wagen gesetzt,
die Kinder und Weiber gingen zu Fusse und hatten den Hals mit eisernen Ketten
beladen. Sie wurden in der Zahl von achtzigmal zehntausend Köpfen zu den
„Obrigkeiten der Weingefässe“ geführt. An dem Orte der Bestimmung angekommen,
erhielten sie andere Gatten, und sechs bis sieben Zehntel starben vor