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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

Die  Aufstände  Wei-ngao's  und  Ivung-aiin-schö’s.

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„Einst  zerstörte  der  Kaiser  des  Anfangs  aus  dem  Hause  Thsin
die  Weise  der  Ertheilung  der  Namen  nach  dem  Tode  und  wollte
durch  die  Zahlen  eins  und  zwei  gelangen  zu  zehntausend  Geschlechtsaltern ­
  <).  Aber  Mang  liess  herabgelangen  eine  Zeitrechnung  von  dreimal ­
  zehntausend  und  sechstausend  Jahren.  Er  meinte,  dass  er  selbst
vollenden  werde  diese  Rechnung  2).  Er  richtete  sich  nach  den  Geleisen ­
  des  zu  Grunde  gegangenen  Thsin,  er  legte  auseinander  eine
unendliche  Zahl.  Dies  ist  das  grosse  Verbrechen  der  Widersetzlichkeit ­
  gegen  den  Himmel.“
„Er  theilte  und  zerriss  die  Provinzen  und  Reiche,  er  zerschnitt
die  Fäden  der  Erde 3 ).  Die  Felder  wurden  königliche  Felder,  sie
kaufen  und  verkaufen  war  nicht  erlaubt 4 ).  Er  bemass  und  versperrte
die  Rerge  und  Sümpfe,  er  entriss  die  ursprüngliche  Beschäftigung
des  Volkes 5 ).  Er  erbaute  neun  Ahnentempel,  er  brachte  zur  äussersten
  Gipfelung  die  Werke  des  Erdreichs  5 ).  Er  öffnete  die  Grabhügel

zuhalten.  Darum  wird  in  den  Verwandlungen  der  Tscheu  hervorgehoben,  dass  man
zuerst  laut  weint,  und  dann  lacht.  Man  soll  laut  wehklagen,  den  Himmel  anrufen
und  Rettung  begehren.  —  Wang-mang  zog  jetzt  an  der  Spitze  seiner  Diener  in
die  Umgebung  des  Südens.  Indem  er  daselbst  seinen  beglaubigten  Befehl  ausbreitete, ­
  schlug  er  sich  auf  das  Herz  und  klagte  mit  lauter  Stimme.
*)  Das  Sse-ki  sagt:  Als  der  Kaiser  des  Anfangs  aus  dem  Hause  Thsin  die  gesammte
Welt  in  Besitz  genommen  hatte,  sagte  er  in  einem  Erlasse:  In  dem  hohen  Alterthum ­
  gab  es  Benennungen,  aber  keine  Namen  nach  dem  Tode.  In  dem  mittleren
Alterthum  gab  es  Benennungen,  und  nach  dem  Tode  gab  man  je  nach  dem  Wandel
die  hinterlassenen  Namen.  Auf  diese  Weise  ging  der  Sohn  zu  Rathe  über  den
Vater,  der  Diener  ging  zu  Rathe  über  den  Gebieter.  Von  nun  an  entferne  ich
die  Vorschriften  für  die  Namen  nach  dem  Tode.  Ich,  der  Kaiser,  bin  der  Kaiser
des  Anfangs.  Die  nachfolgenden  Geschlechtsalter  zählen  bis  zu  zehntausend
Geschlechtsaltern  und  setzen  es  fort  ins  Unendliche.
2 )  Wang-mang  hiess  den  „grossen  Geschichtschreiber“  eine  Zeitrechnung  von
dreimal  zehntausend  und  sechstausend  Jahren  auseinanderlegeu.  In  derselben
wurde  nach  je  sechs  Jahren  der  Name  des  Zeitraumes  verändert  und  dieses  der
Welt  knndgemacht.
5 )  Indem  Wang-mang  die  Provinzen  und  Districte  theilte  und  zerriss,  durchschnitt
er  die  Grenzen.
Wang-mang  gab  den  Feldern  der  Welt  andere  Namen  und  nannte  sie  königliche
Felder.  Man  durfte  sic  nicht  kaufen  und  verkaufen.
5 )  Nach  den  Verordnungen  Wang-mang’s  durfte  das  Volk  auf  den  berühmten  Bergen
und  in  den  grossen  Sümpfen  keine  Ausbeute  machen  und  nicht  fischen.
6 )  Die  Hallen  der  neun  Ahnentempel  waren  mit  doppelten  Dächern  versehen.  Der
Ahnentempel  des  grossen  Ahnherrn  mass  auf  jeder  Seite  vierzig  Klafter  und  hatte
            
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