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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

brachte  in  Zorn  den  höchsten  Kaiser.  In  seiner  Widersetzlichkeit
entstellte  er  den  Schmuck  der  Schrift  und  machte  daraus  glückliche
Vorbedeutungen*).  Er  verspottete  die  Ehrwürdigkeit  der  Götter 2 ).
Er  besang  in  Liedern  Unglück  und  Verderben  s ).  Das  Bambusrohr
von  Tsu  und  Yue  reicht  nicht  hin,  um  darauf  seine  Übelthaten  zu
schreiben 4 ).  Dies  ist,  was  die  ganze  Welt  deutlich  gehört  und  gesehen ­
  hat.“
„Indem  man  jetzt  bei  den  Entwürfen  die  beiden  äussersten
Enden  erhebt,  verkündet  man  es  den  Angestellten  und  dem  Volke.
Der  Himmel  ist  nämlich  der  Vater,  die  Erde  ist  die  Mutter 5 ).  Die
entsprechenden  Zeichen  von  Glück  und  Unglück,  ein  jedes  steigt  je
nach  den  Unternehmungen  hernieder.  Mang  weiss  dieses  genau,  aber
er  stösst  im  Dunkeln  an  das  Verdeckte  und  berücksichtigt  nicht  die
grossen  Vermeidungen.  Er  bringt  Lüge  und  Verwirrung  in  die  Künste
des  Himmels,  er  zerrt  herbei  die  Geschichtschreiber  und  die  Überlieferungen ­
  «).“
1 )  Ein  Sturmwind  zerstörte  die  von  Wang-mang  errichtete  Halle  des  Edelsteinthaues.
Der  Sturm  entwurzelte  ferner  einen  zehn  „Umfassungen“  messenden  Ulmbaum
im  Osten  des  Teiches  der  Halle  Tschao-ning.  Wang-mang  sagte:  Wenn  ich  über
die  Abbildung  der  Unsterblichen  der  purpurnen  Seitenthiiren  nachdenke,  so  ist
es  der  Wille  des  Himmels,  dass  ich  einen  Nachfolger  einsetze  und  dessen  Namen
richtig  stelle.  —  Er  ernannte  daher  seinen  Sohn  Lin  zum  Nachfolger  und  hielt  jenes
Ereigniss  für  eine  glückliche  Vorbedeutung.
-)  Neben  dem  Manne,  der  sich  mit  dem  Dienste  der  Unsterblichen  befasste,  befand
sich  ein  „Fürst  mit  weissem  Haupte“,  der  in  ein  grünes  Kleid  gehüllt  war.  Wangmang
  sagte:  Der  erhabene  Ahnherr,  der  Oheim  Tse-kiaö,  will  mir  entgegenziehen.
*)  Wang-mang  verfasste  die  Tafel  der  für  den  Himmel  bestimmten  Meldung.  In  der
selben  legte  er  in  tausend  Worten  seine  Verdienste  dar.  Wer  den  Text  der
Tafel  hersagen  konnte,  wurde  zum  Leibwächter  ernannt,  indem  man  den  früheren
Inhaber  dieser  Stelle  entfernte.  Auf  diese  Weise  waren  zuletzt  fünfzig  Menschen
befördert  worden.
*)  In  dem  Buche  der  früheren  Han  sagt  Tschü-kuang-schi  :  Das  Bambusrohr  der
südlichen  Berge  reicht  nicht  hin,  um  alle  meine  Worte  aufzunehmen.  —  Weil  es
in  Tsu  und  Yue  viel  Bambusrohr  gibt,  nennt  Wei-ngao  in  der  angeführten  Stelle
die  Namen  dieser  Länder.
5 )  Das  Buch  der  Schang  sagt:  Der  Himmel  und  die  Erde  sind  der  Vater  und  die
Mutter  der  zehntausend  Dinge.
<*)  So  oft  Unglücksfälle  sich  ereigneten,  führte  Wang-mang  die  Geschichtschreiber
und  Überlieferungen  an,  indem  er  in  sie  Stellen  einschob.  In  dem  Buche  der
früheren  Han  sagt  Thsui-fa,  Lehensfürst  von  Schue-fu,  zu  Wang-mang  :  Wenn  in
den  Gebräuchen  der  Tscheu,  ferner  in  dem  Frühling  und  Herbst  und  in  dem  Werke
des  Geschlechtes  Tso  grosses  Unglück  sich  ereignet,  so  weint  man,  um  es  nieder-
            
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