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P f i z m a i e l*
alters 0- Wei-ngao und dessen Genossen nannten sich Diener. Die
beschäftigten Vermerker 2 ) reichten eine Rundtafel 3 ) und brachten
die Meldung. Nach dem Gebete grub der Inhaber des Vorsteheramtes
eine Grube in dem Vorhofe 4 ). Indem er ein Pferd herbeizog und in
der Hand ein Messer hielt, reichte er eine Schüssel und legte einen
Löffel nieder. Er zerhieb sodann das Opferthier und sagte den
Schwur 5 ). Dieser lautete: Wir, die Theilnehmer an dem Schwure,
sind ein und dreissig Anführer, sechzehn Geschlechter. Wir empfangen
vertrauensvoll das Gesetz des Himmels, wir erheben und stützen
das Stammhaus Lien. Wenn Jemand verrätherische Gedanken
hegt, so mögen die Götter des Lichtes ihn verderben. Der hohe Ahnherr,
Kaiser AVen, Kaiser AA r u mögen zum Herahfallen bringen sein
Lebensloos. Sein Stammhaus werde überzogen von Waffenmacht.
Über seine Verwandtschaften und sein Geschlecht komme die Vernichtung.
Der Inhaber des A r orsteheramtes reichte den Löffel mit dem
Blute und trat vor den „Bewahrer des Kriegsheeres“. Dieser erhob
die Hand, legte sie auf die Brust und sprach zu den Heerführern:
Bei wem der Löffel nicht mit Blut benetzt wird, hei wem, wenn er
das Blut auf den Mund streicht, dasselbe nicht in den Mund gelangt,
der betrügt das Licht der Götter. Seine Strafe sei wie in dem
Schwure. — Man vergrub hierauf das Blut und legte eine Schrift
bei, indem man durchaus nach den alten Gebräuchen verfuhr.
Nach Beendigung der Feierlichkeit sandte man schuhlange
Schrifttafeln aus, auf welchen man den Provinzen und Reichen Fol-Der
hohe Ahnherr (kao-tsu) ist Kaiser Kao, das grosse Stammhaus (tai-tsung)
Kaiser Wen, das Stammhaus des Zeitalters (schi-tsung) Kaiser Wu von Han.
2 ) Die Vermerker sind die hei dem Gebete beschäftigten Vermerker.
3 ) Durch die Rundtafel bezeigt man den Göttern seine Ehrfurcht.
*) Nach den Gebräuchen der Tscheu handhabt der Vorsteher des Schwures die Vorschriften
für den Inhalt des Schtvures. Der Inhalt sind die Worte des Schwures.
Man schreibt diese Worte auf eine Tafel, tödtet das Opferthier und nimmt dessen.
Blut. Man legt hierauf das Opferthier in die Grube, gibt oben die Schrift hinzu
und vergräbt es.
5 ) Das Buch der früheren Han sagt: Han entsandte Han-lschang und Andere. Dieselben
bestiegen mit dem Schen-yii und den grossen Dienern gemeinschaftlich
den Berg im Osten des Flusses Nö. Daselbst schlachteten sie ein weisses Pferd.
Der Schen-yü bediente sich eines Messers der „Fusssteige“, eines goldenen Lieuli
und rührte den „Wein“ um. — Ying-schao sagt hierzu: Lieu-li ist ein Speiselöffel.
Er rührte mit dem Löffel das Blut um und strich es auf den Mund.