P f i z m a i e r. Die Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schö’s.
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Die Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schö’s.
Von dem w, M. Dr. A. Pfizmaier.
Die vereinzelten Aufstände Wei-ngao’s und Kung-sün-schöis
unterscheiden sich von ähnlichen gleichzeitigen Bewegungen dadurch,
dass sie, ursprünglich den Sturz der Herrschaft Wang-mang's bezweckend,
gleichwohl den Trägern der wiedererstandenen Macht von
Han: Keng-schi und Kuang-wu schliesslich nicht zu Gute kamen,
vielmehr die selbstständige Festsetzung der zwei zuerst genannten
Führer in deii ihnen unterworfenen Ländern zur Folge hatten.
Nach den Aufzeichnungen des von Fan-hoa verfassten Buches
der späteren Han werden in der vorliegenden Abhandlung die Mittel,
durch welche diese Aufstände bewerkstelligt wurden, die Eigenschaften
und endlichen Schicksale ihrer Führer, verbunden mit einer
Beihe damals erschienener Kundmachungen und Aufrufe, bekannt
gegeben. Was die letzteren Gegenstände betrifft, so zeigt sich in
diesen Aufsätzen eine grosse Verschiedenheit je nach den Personen,
von welchen sie verfasst wurden und an welche sie gerichtet sind.
So sind die Aufrufe, welche Wei-ngao, seines Standes ein Gelehrter,
an das Volk erlässt, im Ganzen einfach und leicht verständlich. Die
Schriftstücke hingegen, die er für andere Gelehrte bestimmt oder die
ihm von Gelehrten zugemittelt werden, sind sehr künstlich ausgearbeitet
und für das Verständniss ausnehmend schwierig.
Sowohl Wei-ngao als Kung-sün-scho standen der Ausbreitung
der Herrschaft des Hauses der späteren Han durch längere Zeit im
Wege. Der Erstere hielt die damalige Provinz Thien-schui besetzt
und stritt mit wechselndem Glück bis zu seinem unter Drangsalen
erfolgten Tode (33 n. Chr.) um den Bang eines Oberherrn des
Westens. Der Letztere behauptete sich in Scho viele Jahre als Kaiser
des Westens, bis er zuletzt (36 n. Chr.) nach hartem Kampfe den
Waffen von Han erlag.