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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 62. Band, (Jahrgang 1869)

P  f  i  z  m  a  i  e  r.  Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schö’s.

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Die  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schö’s.
Von  dem  w,  M.  Dr.  A.  Pfizmaier.
Die  vereinzelten  Aufstände  Wei-ngao’s  und  Kung-sün-schöis
unterscheiden  sich  von  ähnlichen  gleichzeitigen  Bewegungen  dadurch,
dass  sie,  ursprünglich  den  Sturz  der  Herrschaft  Wang-mang's  bezweckend, ­
  gleichwohl  den  Trägern  der  wiedererstandenen  Macht  von
Han:  Keng-schi  und  Kuang-wu  schliesslich  nicht  zu  Gute  kamen,
vielmehr  die  selbstständige  Festsetzung  der  zwei  zuerst  genannten
Führer  in  deii  ihnen  unterworfenen  Ländern  zur  Folge  hatten.
Nach  den  Aufzeichnungen  des  von  Fan-hoa  verfassten  Buches
der  späteren  Han  werden  in  der  vorliegenden  Abhandlung  die  Mittel,
durch  welche  diese  Aufstände  bewerkstelligt  wurden,  die  Eigenschaften ­
  und  endlichen  Schicksale  ihrer  Führer,  verbunden  mit  einer
Beihe  damals  erschienener  Kundmachungen  und  Aufrufe,  bekannt
gegeben.  Was  die  letzteren  Gegenstände  betrifft,  so  zeigt  sich  in
diesen  Aufsätzen  eine  grosse  Verschiedenheit  je  nach  den  Personen,
von  welchen  sie  verfasst  wurden  und  an  welche  sie  gerichtet  sind.
So  sind  die  Aufrufe,  welche  Wei-ngao,  seines  Standes  ein  Gelehrter,
an  das  Volk  erlässt,  im  Ganzen  einfach  und  leicht  verständlich.  Die
Schriftstücke  hingegen,  die  er  für  andere  Gelehrte  bestimmt  oder  die
ihm  von  Gelehrten  zugemittelt  werden,  sind  sehr  künstlich  ausgearbeitet ­
  und  für  das  Verständniss  ausnehmend  schwierig.
Sowohl  Wei-ngao  als  Kung-sün-scho  standen  der  Ausbreitung
der  Herrschaft  des  Hauses  der  späteren  Han  durch  längere  Zeit  im
Wege.  Der  Erstere  hielt  die  damalige  Provinz  Thien-schui  besetzt
und  stritt  mit  wechselndem  Glück  bis  zu  seinem  unter  Drangsalen
erfolgten  Tode  (33  n.  Chr.)  um  den  Bang  eines  Oberherrn  des
Westens.  Der  Letztere  behauptete  sich  in  Scho  viele  Jahre  als  Kaiser
des  Westens,  bis  er  zuletzt  (36  n.  Chr.)  nach  hartem  Kampfe  den
Waffen  von  Han  erlag.
            
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