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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

Laurentii  Vallae  opuscula  tria.  I.

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voraus,  und  in  der  dieser  Schrift  Vorgesetzten  Widmung  beklagt
sich  Valla,  dass  Aurispa  die  Elegantiae,  noch  bevor  sie  jemanden
gewidmet  worden,  puhlicirt  habe:  veritus  sum,  ne  quod  elegantiis
accidit,  id  huic  libro  accideret:  cum  enim  Mas  ad  nullum  scribo,
sed  ad'  te  atque  ad  loannem  Aurispam  cognoscendas  mitto,  ie
absente  Aurispa  publicavit,  ut  iam  post  infinita  exempla  vix  ausim
eas  ad  aliquem  scribere  (vgl.  auch  die  viel  spätere  Dedication  der
Elegantiae  an  Iohannes  Tortellius).  In  den  Ende  Deeember  1444
an  Aurispa  und  Anfang  1445  an  Gherardo  Landriani  geschriebenen
Briefen  (Epistolae  principum  p.  345  u.  p.  3  G  ft)  redet  er  von  den
Marginalglossen,  durch  die  er  das  Werk  noch  nützlicher  gemacht
zu  haben  hoffe,  und  der  Absicht,  die  Raadensia  als  VII.  Buch  den
bisherigen  sechs  hinzuzufügen.
Sowie  nun  die  bisher  besprochenen  Schriften  de  voluptate  oder
de  vero  bono,  dialecticae  quaestiones,  elegantiae  linguae  latinae
durch  die  innern  Beziehungen  der  einen  auf  die  andern  in  dieser
Abfolge  chronologisch  geordnet  erscheinen,  so  verhält  es  sich  auch  mit
den  beiden  noch  übrigen  Dialogen  de  libertate  arbitrii  und  deprofessione
  religiosorum.  Beide  Schriften  werden  durch  die  früher  hervorgeliobene
  Gleichartigkeit  in  der  Anlage  näher  an  einander  gerückt
und  die  zweite  nimmt  auf  die  erste  ausdrücklich  Bezug,  sowie  diese
hinwiederum  auf  den  Dialog  vero  bono  verweist  (de  libertate  arbitrii
p.  1000:  in  praesentiarum  vero  ostendere  volumus  Boetium  .  .
non  eo  modo  quo  debuit  disputasse  de  libero  arbitrio  in  quinto
libro  de  consolatione:  nam  primis  quatuor  libris  respondimus  in
opere  nostro  de  vero  bono).  Allerdings  finden  sich  in  jenen  beiden
Dialogen  keine  directen  Beziehungen  auf  die  Dialektik  oder  auf  die
Eleganzen.  Allein  die  im  übrigen  deutlich  vorliegende  chronologische
Reihenfolge,  in  welcher  die  Schriften  aufgeführt  werden,  kann  nicht
daran  zweifeln  lassen,  dass  es  gleichfalls  einen  chronologischen
Grund  hatte,  dass  Valla  diese  beiden  Dialoge  nicht  dem  älteren  de
vero  bono  unmittelbar  angereiht,  sondern  von  diesem  durch  die
zwischengestellten  ganz  anderartigen  Bücher  über  die  Dialektik  und
die  Eleganzen  getrennt  hat.  Schon  nach  dieser  Erwägung  muss  es
als  nicht  wohl  überlegt  erscheinen,  dass  Clausen  in  der  seinem
Buche  angehängten  chronologischen  Tabelle  (vgl.  die  Besprechung
S.  73)  den  Dialog  de  libertate  arbitrii  unmittelbar  hinter  dem
andern  de  voluptate  unter  Pa  via  (1431J  eingereiht  hat.  Zwar
            
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