Laurentii Vallae opuscula tria. I.
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scolastiche e ne famigliari ragionamenti seien, die auf die professio
bezüglichen Sätze zu der letzteren Classe gerechnet zu haben.
Clausen Laurentius Valla p. 177 hat, soviel ich erkennen kann, in
seiner Inhaltsübersicht der Apologia diesen doch nicht eben gleichgültigen
Abschnitt ganz übersprungen. G. Voigt aber, dessen Beurtheilung
Valla's überall weniger auf dessen eigenen Schriften als
auf A. W. Zumpt’s Auszug aus Poggiali’s Memorie basiert ist, äussert
sich Wiederbelebung p. 226 so, als ob die Behauptung, 'dass die
Mönche sich mit Unrecht einbildeten, wegen ihrer Profession mehr
Verdienst zu haben als andere Menschen’, nebst anderen dort gar
nicht hingehörenden Sätzen in den 'Tractaten über die Wollust und
über den freien Willen’ vorgekommen, in denen doch gar nichts auf
diese Frage bezügliches zu finden ist 2 ). Und das war aus der
Apologia selbst zu entnehmen, in welcher nicht blos die von Valla für
die beabsichtigte öffentliche Disputation aufgestellten und dann von
der neapolitanischen Inquisition aufgegriflfenen Thesen (quaestiones)
der Reihe nach aufgezählt, sondern auch die Schriften, aus welchen
die einzelnen Sätze gezogen sind, mit hinreichender Deutlichkeit
unterschieden werden. Auf die quaestiones selbst, bei welchen einige
Schwierigkeiten zu erledigen bleiben, will ich hier nicht näher eingelien;
die Schriften aber werden in folgender Reihenfolge aufgeführt:
1) de voluptate oder nach der spätem Aufschrift de vero
bono, welche dem engherzigen Fanatismus am meisten Scrupel be-.
reitet zu haben scheint und daher von Valla am eingehendsten verfochten
.wird; 2) de repastinaiione philosophiae oder, wie sie
gemeinhin genannt wird, dialecticae quaestiones; 3) elegantiae
linguae latinae; 4) de libertate arbitrii; S) de professione religiosorum;
6) de symbolo apostolico 3 ). Über den letztem Gegen-Die
einzige dem Antonius Panormita (de volupt. I c. 44—46 p. 923 ff.)
sowie in der späteren Bearbeitung (nach Antidotum IV p. 342 fg.) dem
Maphaeus Vegius in den Mund gelegte epicureische Verdammung der
virgines sanctimoniales oder Vestales bat, selbst wenn die Beziehung auf
gegenwärtige Verhältnisse zuzugeben, mit der Frage der professio, wie
sie in der Apologia behandelt wird, gar nichts zu thun.
3 ) Aus den Schlussworten der Apologia p. 800 entnimmt man noch, dass auch
Valla zur Zeit des Unionsconcils zu Florenz mit der damals vielfach auch
ausser dem Concil verhandelten Frage über den processus Spiritus sancti
sich befasst hatte: nam illa, quae de spiritu sancto obiecerunt, respondi
mentiri eos , qui me affirmasse aliquid contra ecclesiam criminarenlur, sed